Dynamo-Coach Fiel wehrt sich gegen die Systemfrage

Dresden - Die Systemfrage mit der variablen Dreierkette, Ballbesitz, nur einem nominellen Stürmer, sie taucht immer wieder auf. TAG24 blickte schon beim Camp-Fazit im Juli in Tirol mit Skepsis darauf, weil die Kicker ab und an überfordert wirkten, es den Anschein hatte, Cristian Fiel will zu schnell zu viel. Jetzt taucht genau die Frage wieder auf, diesmal von den Fans der SG Dynamo Dresden.

Sind einige Dynamo-Kicker von den taktischen Anforderungen ihres Trainers überfordert?
Sind einige Dynamo-Kicker von den taktischen Anforderungen ihres Trainers überfordert?  © Lutz Hentschel

Ist es wirklich zu kompliziert, was der Coach von seinen Mannen will?

Der 39-Jährige verneinte dies schon vor der Partie gegen Hannover. Fiel wurde zur Spieltagspressekonferenz danach gefragt.

"Das Schöne am Fußball ist ja, dass jeder Trainer sein darf", sagte Fiel. "Ich sehe das Komplizierte einfach nicht. Dass man sich Gedanken macht, wie man einen Gegner bespielen kann, in welcher Art und Weise man erfolgreich sein kann. Ich weiß nicht, ob das was mit kompliziert zu tun hat. Kompliziert wäre es, wenn ich sage, weißte was, wir spielen mit zwei Verteidigern und mit Acht auf der letzten Linie des Gegners. Wobei, das wäre nicht kompliziert, das wäre wahrscheinlich dumm", echauffierte sich Fiel.

Von seiner Art Fußball will er nicht weggehen, für ihn liegt es einfach an der hohen Fehlerquote seiner Mannschaft und bemühte das Thema Aue nochmal, das allen richtig schwer im Magen lag.

"Wenn mir da einer sagt, dass das was mit System zu tun hat, dann stimmt das einfach nicht. Ein einfaches Beispiel: Wenn du im Standard gegen den Mann eingeteilt bist und der schießt das Tor, dann weiß ich nicht, ob das am System liegt."

Fiel weißt darauf hin, dass Aue große Probleme hatte

"Ich sehe das Komplizierte einfach nicht", antwortet Cristian Fiel auf die Systemfrage.
"Ich sehe das Komplizierte einfach nicht", antwortet Cristian Fiel auf die Systemfrage.  © Lutz Hentschel

Fiel weist daraufhin, dass der FCE massive Probleme hatte, sich auf das Dynamo-Spiel einzustellen, sie es als Mannschaft auch auf den Rasen gebracht haben.

"Wer die Worte von Dirk Schuster und anderen Spielern gehört hat, glaube ich, dass der Gegner große Probleme mit uns hatte. Wenn jetzt alle aufstehen und fragen, könntest du mir das Ergebnis nochmal sagen, dann muss ich mich zurücklehnen und die Klappe halten. Das Ergebnis steht für sich. Aber um auf den Punkt zu kommen: Kompliziert ist ein Wort, da habe ich so meine Probleme mit."

Das Gegenteil von kompliziert ist einfach: Einfach ließ Fiel in der zweiten Hälfte gegen Regensburg spielen - Viererkette, vier Mann im Mittelfeld, zwei Stürmer.

Dynamo machte aus einem 0:1 ein 2:1 und stand dabei sicher...

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