Dynamo-Coach Kauczinski sucht Schlüssel für 90 starke Minuten

Dresden - Die Hoffnung ist zurück, die Brust wird nach dem 2:1 in Regensburg wieder breiter. Dynamo geht frohen Mutes ins Sachsenderby am Sonntag gegen Erzgebirge Aue. Doch Trainer Markus Kauczinski hat noch viel Arbeit vor sich. Er muss es schaffen, dass seine Jungs nicht nur halbe Spiele gut agieren, sondern die vollen 90 Minuten.

Das war der Blick von Markus Kauczinski nach der ersten Hälfte daheim gegen Darmstadt. Er war entsetzt. Nach dem 1:3 wachte die SGD auf.
Das war der Blick von Markus Kauczinski nach der ersten Hälfte daheim gegen Darmstadt. Er war entsetzt. Nach dem 1:3 wachte die SGD auf.  © Lutz Hentschel

Nach der 1:4-Pleite im Hinspiel sinnt Dynamo ohnehin auf Revanche. Denn nicht nur das geklaute Tor zum möglichen 2:3, am Ende die Höhe und auch die Folgen dieser Niederlage waren verheerend.

Die Schwarz-Gelben stürzten bis ans Tabellenende ab. Rang 18 ist es noch immer, aber hoffnungslos ist es nimmer.

In Regensburg schien es 45 Minuten so, dann taute die SGD auf. Zum wiederholten mal in Hälfte zwei, zum wiederholten Mal auch nach einem Rückstand. Beim 2:3 gegen Darmstadt war die erste Hälfte desolat, Dynamo kam nach der Pause nach dem 1:3 mächtig auf.

Am Millerntor bei St. Pauli steht es ohne Kevin Broll zur Pause 0:3 oder höher, danach war es solide. Gegen Bochum war die erste Hälfte unterirdisch, Dynamo hatte später in Durchgang zwei nach dem 0:1 seine beste Phase, kam zum 1:1 - um mit dem abpfiff doch noch zu verlieren. Und nun Regensburg.

Wieder war es Broll, der seine Farben im Spiel hielt, gepaart mit der Jahn-Unzulänglichkeit vor dem Tor. Richtig stark wurde es erst nach dem 0:1, Dynamo drehte auf und die Partie um. Woran liegt es, das Dresden immer erst zurückliegen muss, um zu funktionieren? Kommt dann das "Wir-haben-nichts-zu-verlieren-Gen? "Ganz so stimme ich nicht zu", sagte Trainer Markus Kauczinski.

"Es war schon von Beginn der zweiten Hälfte gut, hatten auch vor dem Rückstand schon Chancen, wenn ich allein an Dzenis Burnic denke. Wir haben besser nach vorn gespielt, den Schlagabtausch offener gestaltet. Ich zähle die komplette Hälfte", so der Trainer, der dann aber doch zugibt, dass es nicht nur eine einzelne Beobachtung ist, dass Dresden den Rückstand braucht, um angestachelt zu werden.

"Bisschen stimmt das, bisschen kann man das schon erkennen. Insgesamt müssen wir diese Mentalität entwickeln, nicht erst nach einem Rückstand. Wir haben ja nichts zu verlieren", erklärte der 50-Jährige und hofft, den Schlüssel für 90 überzeugende Minuten noch zu finden. "Einfach Leinen los und dann wird man sehen, was passiert", sagte sich Dynamos Coach. Bis Sonntag hat er Zeit, denn auch Aue kommt mit einem Erfolgserlebnis an die Elbe. Thomas Nahrendorf

Und so ausgelassen feierte Markus Kauczinski nach Abpfiff in Regensburg. Aber auch da brauchte Dresden 45 Minuten, um ins Spiel zu kommen.
Und so ausgelassen feierte Markus Kauczinski nach Abpfiff in Regensburg. Aber auch da brauchte Dresden 45 Minuten, um ins Spiel zu kommen.  © picture point/Sven Sonntag
Am Ende jubelten die Dresdner ausgelassen. Sie machten aus einem 0:1 ein 2:1. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist zurück.
Am Ende jubelten die Dresdner ausgelassen. Sie machten aus einem 0:1 ein 2:1. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist zurück.  © picture point/Sven Sonntag

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