Dynamo: Das Gute und Schlechte halten sich noch die Waage

Dresden - Viele Trainer sagen, nach dem 10. Spieltag ergibt die Tabelle erstmals Sinn. Ab da lügt sie nicht mehr, hat sie eine gewisse Aussagekraft. Nun ist die fünfte Partie um und die erste Länderspielpause hat an die Tür geklopft. Ein erstes Dynamo-Fazit lohnt sich trotzdem schon. Was war gut, was war schlecht. Es ist ein Zwiespalt. Genau wie das 3:3 gegen St. Pauli. Die Moral stimmt, einiges andere noch nicht (immer).

Diese Bilder der bisherigen Saison zeigen das Auf und Ab bei Dynamo: Trainer Cristian Fiel mal wild gestikulierend...
Diese Bilder der bisherigen Saison zeigen das Auf und Ab bei Dynamo: Trainer Cristian Fiel mal wild gestikulierend...  © Lutz Hentschel

Bilanz

Gut: Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Nürnberg (0:1) und in Karlsruhe (2:4) hat Dynamo kein Spiel mehr verloren. Die drei Partien danach brachten fünf Punkte. Im DFB-Pokal wurde durch das 3:0 gegen Dassendorf die 2. Runde erreicht.

Schlecht: Die beiden Pleiten zu Beginn hängen nach. Dynamo läuft der Musik noch hinterher. Fünf Punkte - hält man den Schnitt, sind es am Ende der Saison 34. Das würde nicht reichen.

Und: Es waren schon drei Heimspiele dabei. Aber die letzten Eindrücke sagen auch, die SGD wird sich locker da unten herausspielen.

Ballbesitz

Gut: Fünf Partien und immer überlegen. Auch gegen Hamburg lag der Prozentsatz bei 60. In den vier Partien zuvor war es sogar noch mehr. "Wenn wir den Ball haben, können die anderen keine Tore schießen", ist ein Motto von Cristian Fiel. Spielerisch ist mit Ausnahme des HSV keine Mannschaft stärker, ballsicherer und genauer.

...oder verzweifelt wie gegen Nürnberg...
...oder verzweifelt wie gegen Nürnberg...  © Lutz Hentschel

Schlecht: Die Ballbesitz-Phasen passieren zu häufig in unwichtigen Räumen, sprich in der ungefährlichen Zone.

Höhepunkt: 61 Ballkontakte in Folge gegen Heidenheim von Kevin Ehlers beginnend zurück zu ihm. Dresden tut sich schwer gegen tief stehende Teams.

Zweikampfverhalten

Gut: Auch da liegt Dynamo statistisch gesehen im oberen Drittel der Tabelle. Im Schnitt 57 Prozent gewonnener Duelle sprechen eine gute, eine robuste Sprache. Top war Saison-Aufsteiger Ehlers in Darmstadt, der eine Quote von 100 Prozent hatte.

Schlecht: Allerdings war Darmstadt auch das einzige Zu-Null-Spiel bisher. Vier Gegentore in Karlsruhe und drei daheim gegen St. Pauli zeigen auch, allein die Mehrzahl der gewonnenen Zweikämpfe bringen keinen Dreier. Dynamo verlor oft die entscheidenden Zweikämpfe am oder im 16er - gegen Hamburg dreimal in 16 Minuten.

Fazit

All das Gute und Schlechte zeigte Dynamo beim 3:3 gegen St. Pauli innerhalb von 90 Minuten. Bisher ist es noch ein ständiges Auf und Ab. Mal funktioniert die Offensive, mal die Defensive. Beides zusammen hinzubekommen, daran will und muss Trainer Fiel in der Länderspielpause arbeiten.

...und mit seinen Spielern ausgelassen jubelnd wie nach dem Führungstor von Patrick Ebert gegen Heidenheim.
...und mit seinen Spielern ausgelassen jubelnd wie nach dem Führungstor von Patrick Ebert gegen Heidenheim.  © imago images/Steffen Kuttner
Hoffentlich ballt Cristian Fiel bald nur noch die Siegerfaust.
Hoffentlich ballt Cristian Fiel bald nur noch die Siegerfaust.  © Lutz Hentschel

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