Dynamo-Trainer Fiel: Pokalfinale mit Aachen Motivation, aber auch Warnung für seine Spieler!

Dresden - "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" Den Fangesang bei Pokalspielen kennt jedes Kind. Dynamo Dresdens Coach Cristian Fiel hat ihn nicht nur schon gehört, sondern auch erlebt.

DFB-Pokal-Viertelfinale 2004: Am Boden liegend versucht der Aachener Cristian Fiel, Bayerns Jens Jeremies zu stoppen. Der krasse Außenseiter entzauberte die großen Münchner, gewann mit 2:1.
DFB-Pokal-Viertelfinale 2004: Am Boden liegend versucht der Aachener Cristian Fiel, Bayerns Jens Jeremies zu stoppen. Der krasse Außenseiter entzauberte die großen Münchner, gewann mit 2:1.  © imago images/Ulmer

Er stand 2004 mit Alemannia Aachen im Finale gegen den damaligen Meister SV Werder Bremen und verlor mit 2:3.

Für Fiel ein unvergessliches Erlebnis, das ihm vor allem zeigt, was ein Underdog in K.-o.-Spielen erreichen kann. Denn die Alemannia war damals Zweitligist.

Vielleicht erzählt Fiel seinen Jungs von den Erlebnissen von vor 15 Jahren, als er im Alter von 24 Jahren die Hände zumindest am Pott hatte.

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Wenn ja, werden seine Worte Motivation, aber auch Warnung sein. Und zwar vom kompletten Pokal-Verlauf her.

"Boah", grinst Fiel: "Jetzt vor der 1. Runde gegen Dassendorf schon vom Finale zu reden, ist echt schwierig. Da gucken mich die Spieler sicher komisch an."

Das Endspiel ist wahrlich weit weg. Aber die Saison 2003/04 ist ein Beispiel für das, was den Pokal ausmacht.

In der ersten Runde damals musste Aachen (noch ohne Fiel, der erst im Januar 2004 aus Bochum kam) als Favorit zum Thüringer Pokalsieger Rot-Weiß Erfurt (Regionalliga), quälte sich mit 4:3 n.E. gerade so weiter.

Cristian Fiel und Alemannia Aachen bezwangen auf dem Tivoli sogar den FC Bayern München

DFB-Pokal-Finale 2004: Fiels Aachen traf in Berlin auf Bremen und unterlag mit 2:3. Hier erzielt Tim Borowski (Nr. 24) das zwischenzeitliche 3:1 für Werder, Fiel (Nr. 21) kann nur tatenlos zuschauen.
DFB-Pokal-Finale 2004: Fiels Aachen traf in Berlin auf Bremen und unterlag mit 2:3. Hier erzielt Tim Borowski (Nr. 24) das zwischenzeitliche 3:1 für Werder, Fiel (Nr. 21) kann nur tatenlos zuschauen.  © imago images/ActionPictures

Die Partie könnte Fiel als Warnung hervorkramen, denn am Samstag ist Dresden Favorit und Dassendorf der krasse Außenseiter, der Großes erreichen will.

Ab der 2. Runde war Aachen damals dann der Underdog. Das könnte nach dem möglichen wie zu erwartenden Sieg gegen die TuS als Motivation dienen.

4:3 nach Elfmeterschießen gegen Bundesligist 1860 München, 5:0 bei Liga-Kontrahent Braunschweig, die Sensation im Viertelfinale mit dem 2:1 gegen die Bayern (ab da mit Fiel), Halbfinale 1:0 gegen Gladbach und dann das Finale gegen Bremen.

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"Da kommt als erstes in Erinnerung die Enttäuschung, dass ich nicht von Beginn an spielen durfte. Aber ich hatte es eine Woche vorher, als wir den Aufstieg in Karlsruhe vermasselten, auch nicht gut gemacht", kann sich Fiel erinnern, dass er erst in der 73. Minute beim Stand von 1:2 eingewechselt wurde.

Aber er hat das Final-Feeling gespürt. "Das war etwas Besonderes, die Woche zum Spiel hin war außergewöhnlich. Das werde ich nie vergessen."

DFB-Pokal-Halbfinale 2004: Aachens Cristian Fiel (l.) im Zweikampf mit dem Gladbacher Bernd Korzynietz. Die Alemannen gewannen die Partie mit 1:0.
DFB-Pokal-Halbfinale 2004: Aachens Cristian Fiel (l.) im Zweikampf mit dem Gladbacher Bernd Korzynietz. Die Alemannen gewannen die Partie mit 1:0.  © imago images/Ulmer
Cristian Fiel heute als Trainer von Dynamo Dresden.
Cristian Fiel heute als Trainer von Dynamo Dresden.  © Lutz Hentschel

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