Immer überlegen, aber wenig effektiv! Dynamo-Leader Müller: "Wir müssen weiter bohren"

Dresden - Die Saison ist noch jung, gerade einmal vier Spieltage alt. Doch ein Trend lässt sich schon erkennen: Die Teams haben große Probleme in der Offensive. Nach 360 gespielten Minuten gibt es bereits 13 Mannschaften, die mindestens einmal leer ausgingen.

Eine Hunderprozentige! Aber Dynamos neuer Sturmtank Alexander Jeremejeff scheitert in Darmstadt am Pfosten.
Eine Hunderprozentige! Aber Dynamos neuer Sturmtank Alexander Jeremejeff scheitert in Darmstadt am Pfosten.  © imago images/Hartenfelser

Dynamo Dresden gar schon zweimal. Nur Darmstadt (3) hat weniger Buden erzielt als Dresden. "Es ist nicht einfach", sagt Kapitän Jannik Müller.

Das sind die Zahlen und Fakten der Dynamos nach vier Partien: Stets 60 Prozent Ballbesitz und mehr - Topwert 71 Prozent beim 2:4 in Karlsruhe.

Insgesamt 59 Schüsse auf das gegnerische Tor, 15 herausgespielte Großchancen, aber nur vier Tore. Ganz vorn, auf der letzten Linie, wie die Trainer immer so schön sagen, klemmt immer noch die Säge.

Es ist gar nicht so das Herausspielen oder Erarbeiten der Chancen, sondern die Verwertung.

Bei Partien von Dynamo ist es zum Trend geworden, dass der Gegner die spielerische Überlegenheit der SGD anerkennt, mauert und mit Kontern zum Erfolg kommen will.

Gravierend war das bei den Lilien, die von Beginn an im Heimspiel mit dem Mannschaftsbus auf den Rasen fuhren und den hinten im Tor parkten.

"Zwei, drei Chancen, eine hundertprozentige, eine achtzigprozentige. Schade, dass wir die nicht machen. So müssen wir mit dem Punkt leben", sagte Jannik Müller nach dem 0:0 in Hessen.

Dynamo Dresdens Coach Cristian Fiel will, dass sein Team Lösungen gegen tiefstehende Gegner findet

Ballbesitz beginnt hinten: Dynamos Abwehrmann Jannik Müller (r.) treibt den Ball vorm Darmstädter Marvin Mehlem.
Ballbesitz beginnt hinten: Dynamos Abwehrmann Jannik Müller (r.) treibt den Ball vorm Darmstädter Marvin Mehlem.  © dpa/Uwe Anspach

Ihm fehlte die Entschlossenheit vor dem Tor. Wie bekommt man die ins Spiel?

Eine Frage, die nicht erst seit Darmstadt im Raum steht.

"Generell schwer, man sieht es auch bei großen Teams. Wenn sich der Gegner hinten reinstellt, ist es schwierig, da durchzukommen. Wir müssen weiter bohren, auf die Möglichkeit warten. Und wenn sie da ist, müssen wir sie nutzen. Das ist unser Manko", so der aktuelle Kapitän.

"Jeder weiß, wir sind eine Mannschaft, die gern den Ball hat. Es wird immer wieder passieren, dass wir überlegen sind und die anderen mit Mann und Maus verteidigen. Wir müssen da Lösungen haben, den Gegner immer wieder vor Schwierigkeiten stellen", sagt Trainer Cristian Fiel.

Und am besten führen die Lösungen zu eigenen Toren. "Wir werden im Training daran arbeiten und wenn es dann klappt, werden wir eine schöne Saison haben", ergänzt Müller seinen Trainer.

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