3:3 nach 0:3: Dynamo-Coach Fiel bedankt sich beim lieben Gott!

Dresden - Dynamo Dresdens Coach Cristian Fiel wusste nach diesem völlig irren 3:3 gegen die Kiezkicker, wo er sich nach dem Spiel zu bedanken hatte: "Der liebe Gott wollte es so, dass wir einen Punkt holen", sagte der Trainer nach der Partie.

Der Blick ging nach oben: Cristian Fiel sah seine Dynamos gegen St. Pauli diesmal auch mit dem lieben (Fußball-)Gott im Bunde.
Der Blick ging nach oben: Cristian Fiel sah seine Dynamos gegen St. Pauli diesmal auch mit dem lieben (Fußball-)Gott im Bunde.  © Lutz Hentschel

"St. Pauli muss sich im Normalfall sehr darüber ärgern, dass sie nicht gewonnen haben", gab er ehrlich zu.

Es war in der Tat ein komisches Spiel. Die Hamburger nutzten ihre ersten drei Chancen eiskalt, führten nach 29 Minuten 3:0.

Gerade in der zweiten Hälfte ließen sie einige gute Konterchancen liegen, machten den Deckel nicht drauf. Das nutzten die Dresdner, die sich diesmal auch konsequent vor dem Tor zeigten.

Zwar schossen sie vierzehn Mal auf das Gehäuse, so richtig gefährlich waren aber nur sechs Aktionen, drei führten zum Erfolg. "Ich denke, dass es der Ausgleich für Nürnberg und Karlsruhe war, dass der liebe Gott gesagt hat, heute bekommt ihr die Belohnung für eure ganze Arbeit, die ihr in den Spielen davor nicht gehabt habt", erklärte sich Fiel so die Aufholjagd ab der 30. Minute.

Der liebe Gott steckte dabei auch in den Handschuhen von St. Paulis Keeper Robin Himmelmann, der das 1:3 und 3:3 begünstigte.

"Am Montag hat er uns gegen Kiel den Sieg gerettet, diesmal hat er uns zwei Punkte verloren", sagte FC-Coach Jos Luhukay zu den Aktionen seines Keepers.

Cristian Fiel hat "größten Respekt" vor der Moral seiner Dynamo-Spieler

Elfmeterreif? Dynamos Luka Stor wurde in der Schlussphase im Strafraum vom Hamburger Daniel Buballa zu Fall gebracht.
Elfmeterreif? Dynamos Luka Stor wurde in der Schlussphase im Strafraum vom Hamburger Daniel Buballa zu Fall gebracht.  © Lutz Hentschel

Beim 1:3 flog er an einer Ecke von Chris Löwe vorbei, Jannis Nikloaou (40.) köpfte ein. Beim Ausgleich von Moussa Koné (85.) irrte er übers Feld, was der Dresdner dankend annahm.

Dennoch zeigte die SGD auch große Moral, andere Teams hätten sich nach dem 0:3 aufgegeben. Es waren vordergründig die Aktionen der Schwarz-Gelben, die das Ergebnis auf remis stellten.

"Die Moral war da, das verlangt mir größten Respekt vor den Jungs ab. Es ist heiß, du liegst zurück, gibst nicht auf, läufst weiter, suchst Torchancen", lobte er.

Aber weil wir schon beim lieben Gott sind: Der hat pünktlich nach den abgelaufenen regulären 90 Minuten den Kölner Keller verlassen. Beim Foul an Luka Stor im Sechzehner hätte es in der Nachspielzeit durchaus Elfmeter geben können.

Weder Schiedsrichter Benjamin Cortus noch Video-Schiri Florian Badstübner sahen es. "Der liebe Gott geht, wenn er es für richtig hält", war Fiels Antwort darauf.

Dynamo-Coach Cristian Fiel lobte die Moral seiner Mannschaft.
Dynamo-Coach Cristian Fiel lobte die Moral seiner Mannschaft.  © Lutz Hentschel

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