Dynamo-Trainer Kauczinski findet neue Mecker-Regeln genau richtig

Dresden - Das neue Jahr ist noch jung, doch wird schon wieder heftig über die Schiedsrichter in Liga 1 und 2 diskutiert. Die Referees wurden in der Winterpause angehalten, härter durchzugreifen.

Baris Atik (l.) ist immer ein Kandidat, wenn es um die "Kommunikation" mit den Schiedsrichtern - in diesem Fall Martin Petersen - geht. Bisher kassierte Atik in dieser Saison vier Gelbe Karten.
Baris Atik (l.) ist immer ein Kandidat, wenn es um die "Kommunikation" mit den Schiedsrichtern - in diesem Fall Martin Petersen - geht. Bisher kassierte Atik in dieser Saison vier Gelbe Karten.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das tun sie und sorgten so an den ersten beiden Spieltagen für viel Gesprächsstoff. Dynamo-Trainer Markus Kauczinski findet diese neue Handhabung aber gut, "wenn sie für alle gleich ist".

Meckern ist sofort Gelb, weiter meckern ist Gelb-Rot, Rudelbildung ist Rot, Schauspielerei gleich Gelb, abwertende Gesten gegen die Schiedsrichter ebenso.

Das sind die wichtigsten Dinge, die umgesetzt werden sollen und umgesetzt wurden. Es ist nicht nach dem Geschmack von allen.

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Es ging schon im ersten Spiel der 2. Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum (2:0) los. VfL-Bochum-Keeper Manuel Riemann sah Gelb, klatschte Beifall und musste runter.

Sein Kollege Philipp Kühn aus Osnabrück verursachte gegen Sandhausen (1:3) einen Elfer, sah Gelb, parierte den Schuss, flog aber mit der Ampelkarte runter, weil er mit beiden Füßen vor der Torlinie stand.

Großer Aufreger jetzt in der 1. Bundesliga war die Gelb-Rote Karte für Gladbachs Alassane Plea wegen doppelten Meckerns.

Kauczinski bricht Lanze für Schiedsrichter

René Klingenburg (r.) ist einer, der auch mal dazwischenhaut - von Schiri Christof Günsch gab's dafür in der Partie gegen Kiel die Gelbe Karte.
René Klingenburg (r.) ist einer, der auch mal dazwischenhaut - von Schiri Christof Günsch gab's dafür in der Partie gegen Kiel die Gelbe Karte.  © Lutz Hentschel

Behindern diese Maßnahmen vor allem im emotionalen Abstiegskampf? "Die Regeln sind für alle gleich, also behindern sie alle gleich", sagte Kauczinski bereits vor der Partie in Heidenheim.

"Ich habe die Spieler darauf hingewiesen einen Tag vor dem KSC-Spiel, morgens und auch direkt vor dem Anpfiff. Dr. Robert Kampka ist noch einmal zu mir gekommen und hat unmissverständlich erklärt, dass hart durchgegriffen wird", so der Dynamo-Coach.

Kauczinski brach sogar eine Lanze für dieses Durchgreifen und die Männer mit der Pfeife:

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"Es hat ja auch etwas Gutes. Die ganze Moniererei und Meckerei, das Verhalten gegen die Schiedsrichter hat überhand genommen. Ich finde es gut. Jetzt muss man den Mittelweg finden, weil manche Sachen überspitzt dastehen, wo man sagt: ,Das muss auch nicht sein.' Ich denke, es ist notwendig, durchzugreifen, wir müssen uns darauf einstellen. Wichtig ist, dass es für alle gleich ist."

Übrigens: Seine Jungs haben sich bis jetzt drangehalten. Übertrieben gemeckert und geschauspielert hat keiner. Gelb gab es bisher nur für Fouls.

Trainer Markus Kauczinski.
Trainer Markus Kauczinski.  © Lutz Hentschel

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