Alle sieben Bullenkopf-Werfer in Dresden verurteilt!

20. August 2016: Beim DFB-Pokalspiel Dynamo-RB Leipzig landet ein blutiger Kuhkopf im Innenraum des Stadions.
20. August 2016: Beim DFB-Pokalspiel Dynamo-RB Leipzig landet ein blutiger Kuhkopf im Innenraum des Stadions.  © Lutz Hentschel

Dresden - Der Fall zog sich ein Jahr hin! Nun ist der Bullenkopf-Skandal von Dresden zumindest juristisch beendet.

Am Freitag wurde der letzte Täter - in Abwesenheit - zur Zahlung von 250 Euro Bußgeld verurteilt.

Wegen Belästigung der Allgemeinheit sollte sich Max K. (22) verantworten. Er hatte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid über 250 Euro eingelegt. Doch es hat sich wohl rumgesprochen, dass Amtsrichter Jochen Meißner (57) in der Sache nicht mit sich reden lässt.

Bereits im August hatte der Jurist zwei andere Täter mit selbem Anliegen abblitzen lassen. Auch sie mussten 250 Euro zahlen. Möglich, dass auch Max K. diese Kunde vernahm und deshalb am Freitag zum Prozess gar nicht erst kam.

Richter Meißner verwarf den Einspruch wegen unentschuldigten Fehlens. Max muss zahlen.

Sieben Männer, alles angebliche Dynamo-Fans, hatte die Polizei zuvor ermittelt. Sie sollen den Bullen-Kopf am 20. August 2016 beim Pokalspiel Dynamo gegen RB Leipzig über den Zaun in den Innenraum des DDV-Stadions geworfen haben. Als Provokation gegen RB.

Schon der Anblick war der pure Ekel. Zudem sorgte die Temperaturen von 40 Grad im Stadion-Innenraum für erbärmlichen Gestank.

Der Kopf soll zuvor in einer Holzkiste ins Stadion geschmuggelt worden sein. Und laut Ermittlern, war der „Wurf“ nicht geplant. Angeblich wollten die Täter den Kopf auf einer Stange im Block aufspießen. Der Stecken brach, der Kopf fiel in die Arena...

Der Verein bekam für mehrere Fan-Vergehen inklusive der Bullenkopf-Aktion 40.000 Euro Strafe aufgebrummt. Dynamo behält sich nun weitere rechtliche Schritte vor, zivilrechtlich Geld bei den Tätern einzuklagen.


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