Dynamo-Fan schwerstverletzt: Bei Absturz soll Alkohol im Spiel gewesen sein

Dresden - Nach seinem folgenschweren Sturz beim Zweitliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98 ist ein Fußballfan von Dynamo Dresden weiter in kritischem Zustand.

Die Fankurve beim Spiel von Dynamo in Darmstadt. Man sieht im Hintergrund, dass einige Fans auf der Mauer sitzen und stehen.
Die Fankurve beim Spiel von Dynamo in Darmstadt. Man sieht im Hintergrund, dass einige Fans auf der Mauer sitzen und stehen.  © imago images/Steffen Kuttner

Der 36 Jahre alte Mann liege mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus, sein Zustand sei aber nicht akut lebensbedrohlich, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Zur Art der Verletzungen machte die Polizei keine Angaben.

Wie einige andere Gästefans war der Mann laut einer Mitteilung des SV Darmstadt 98 während des Spiels unerlaubterweise auf einen Tribünenvorsprung geklettert und "hatte diesen trotz mehrfacher Ansprachen durch Sicherheitskräfte sowie Stadiondurchsagen nicht verlassen".

Nach Abpfiff war er dann abgestürzt. Er wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei dokumentiere und rekonstruiere derzeit den Hergang, sagte die Sprecherin. Man gehe davon aus, dass bei dem Unfall Alkohol im Spiel gewesen sei. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gebe es nicht.

Die Arbeiten am Gästeblock auf der sich im Bau befindlichen Gegengeraden des Stadions waren erst in der Woche vor dem Spiel abgeschlossen worden.

Am Freitag wurde der Bereich erstmals für Fans geöffnet. Zuvor sei er von den Behörden mit Blick auf die Sicherheit abgenommen worden, teilte Darmstadt 98 mit.

Update, 15.50 Uhr:

Wie der Verein in einer Mitteilung schreibt, stehen die Verantwortlichen mit der Familie des Mannes in Kontakt. "Wir stehen mit der Familie des verunfallten Fans in Kontakt und sind jederzeit über den aktuellen Gesundheitszustand informiert. Aus Rücksicht auf die Angehörigen des Betroffenen werden wir jedoch keine weiteren Zwischenstände zum Heilungsverlauf bekanntgeben. Der Patient ist seit dem Moment des Unfalls in professioneller medizinischer Betreuung und wird rund um die Uhr in einem Krankenhaus versorgt", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born.

Zudem bietet das Fanprojekt Dresden den mitgereisten Fans, die das Unglück mit ansehen mussten, die Möglichkeit, die Geschehnisse in einem vertraulichen Gespräch zu verarbeiten.

"Für die Vereinbarung eines Termins muss sich jede(r) Interessierte(r) bitte unbedingt vorab telefonisch unter +49 3514852049 oder per E-Mail mob@fanprojekt-dresden.de beim Team des Fanprojekts Dresden (Löbtauer Str. 17, 01067 Dresden) anmelden", heißt es weiter.

Mit dem Hubschrauber musste der Fan ins Krankenhaus gebracht werden.
Mit dem Hubschrauber musste der Fan ins Krankenhaus gebracht werden.  © imago images/Jan Huebner

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