Dynamo-Fans von Probespieler Mickels wenig begeistert: SGD-Anhänger wollen Kracher sehen!

Dresden - Dynamo Dresden probiert weiterhin, seinen Sturm aufzufrischen. Probieren ist dabei das richtige Wort, denn mit Joy-Lance Mickels darf seit Dienstag bis auf Weiteres ein 25-jähriger Stürmer vorspielen, der bisher seine Buden für den insolventen Regionalligisten FSV Wacker Nordhausen schoss, den Ex-Verein von Co-Trainer Heiko Scholz (TAG24 berichtete).

Joy-Lance Mickels durfte gestern erstmals bei Dynamo mittrainieren und wird morgen in Zwickau sein Können zeigen dürfen.
Joy-Lance Mickels durfte gestern erstmals bei Dynamo mittrainieren und wird morgen in Zwickau sein Können zeigen dürfen.  © Lutz Hentschel

Am Donnerstag beim Test in Zwickau wird er mit dabei sein.

Das murrende schwarz-gelbe Fanvolk will Kracher sehen. Schließlich will man fort von Platz 18 und den Klassenerhalt schaffen.

Der Großteil der Gemeinde gab sich gerade mal so eben mit Marco Terrazzino als echte (mögliche) Verstärkung zufrieden und dann biegen die Verantwortlichen mit Mickels um die Ecke.

In den Sozialen Netzwerken ging es rund, als Dynamo die Mitteilung veröffentlichte. Hohn und Spott stand dort in Kübeln bereit.

"Wir bei Empor Löbtau hätten da auch noch ein paar Spieler anzubieten", schrieb einer. "Also wird jetzt doch schon das Team für die 3. Liga aufgebaut", ein anderer.

Den Tastaturfieslingen bei Facebook und Co. sei aber auch gesagt: Probespieler heißt Probespieler, weil er zur Probe vorspielt.

Solch ein Training ist noch keine Verpflichtung. Heiko Scholz, der am Dienstag seinen 54. Geburtstag feierte, hat gegenüber allen anderen einen Vorteil: Er kennt ihn.

Joy-Lance Mickels erzielte einen Doppelpack gegen Dynamo, traf im Pokal gegen Erzgebirge Aue

Joy-Lance Mickels jubelt nach seinem Treffer für Nordhausen im DFB-Pokal gegen Aue.
Joy-Lance Mickels jubelt nach seinem Treffer für Nordhausen im DFB-Pokal gegen Aue.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Ein kleines Urteil können sich auch die Fans bilden, die Ende Juni 2019 nach Grimma reisten und dort ihre Dynamos im Test gegen Nordhausen (mit Scholz noch als Coach) beobachteten.

Da spielte ein gewisser Joy-Lance Mickels der SGD-Abwehr zwei, drei ordentliche Knoten in die Beine, schoss beim 3:2 der Thüringer zwei Treffer.

Er gefiel dort durch eine gute Technik und eine enorme Schnelligkeit. Das wies er auch in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Erzgebirge Aue (1:4) nach, da brachte er Nordhausen mit 1:0 in Führung.

Die Ausbildung des 25-Jährigen kann sich zudem sehen lassen: Der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach haben nicht die schlechtesten Nachwuchsakademien.

Und noch eins: Der SC Paderborn wurde im Vorjahr um die gleiche Zeit ebenfalls milde belächelt. Er holte Kai Pröger aus der Regionalliga von Rot-Weiss Essen.

Pröger schoss dann den SC kurzerhand in die 1. Bundesliga, dort steht er bei 16 Spielen und zwei Toren. Kann also funktionieren.

Joy-Lance Mickels besticht mit seiner Schnelligkeit und seiner guten Technik.
Joy-Lance Mickels besticht mit seiner Schnelligkeit und seiner guten Technik.  © Lutz Hentschel

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