Stark! Dynamo erkämpft sich Punkt in Heidenheim

Heidenheim - Der erste Auswärtspunkt seit dem 15. September 2019 und dem 2:2 in Bochum. Dynamo ist 2020 noch ohne Gegentor, erkämpfte sich mit einer tollen kämpferischen Leistung vor allem in der Defensive ein 0:0 beim heimstarken 1. FC Heidenheim.

Patrick Ebert im Zweikampf mit Heidenheims Niklas Dorsch.
Patrick Ebert im Zweikampf mit Heidenheims Niklas Dorsch.  © Jan Huebner/Eduard Martin

Vor 12.150 Zuschauern hatte Dresden in Jannis Nikolaou und Florian Ballas ihre besten Leute. Zeigt aber auch: In der Offensive ging wenig.

Zwei Wechsel musste Markus Kauczinski vornehmen: Den gesperrten Dzenis Burnic (5. Gelbe) ersetzte Ondrej Petrak auf der Sechserposition, der sein Startdebüt gab. Für den erkrankten Brian Hamalainen spielte Chris Löwe in der linken Viererkette.

Für Heidenheim gab es eine Unwetterwarnung der Stufe 3 mit starkem Regen. Davon war zum Glück nur das Umland betroffen, in der Voith-Arena regnete es zwar, der Rasen war gut bespielbar, aber sehr tief.

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Tief ist ein gutes Stichwort. So stand auch Dynamo. In der eigenen Hälfte konnte der 1. FCH tun, was er wollte. Nach der Mittellinie war Schluss damit. Die Dresdner störten rigoros, boten keine Räume.

Die machte in der Mitte Petrak geschickt zu. In der Anfangsphase wirkte Dynamo einen Tick aktiver, hatte auch die erste Chancen. Nach einer Flanke von Chris Löwe nahm Patrick Schmidt (8.) den Ball direkt aus der Drehung, verfehlte das Tor nur knapp.

Wenig später flog er nur hauchzart an einer Terrazzino-Hereingabe vorbei. Das war dann auch die letzte offensive Aktion.

Dynamo defensiv stark, offensiv zu wenig

Tim Kleindienst (links) holt Jannis Nikolaou von den Beinen.
Tim Kleindienst (links) holt Jannis Nikolaou von den Beinen.  © Jan Huebner/Eduard Martin

Es dauerte oft zu lang, bis die SGD nach vorn kam. Der sichere Pass zur Seite wurde dem risikovollen vorgezogen. Zudem schlichen sich immer wieder kleine Fehler ein.

Allerdings erlaubten die Schwarz-Gelben den Heidenheimern wenig. Nach einem zu kurzen Abspiel von Kevin Broll (34.) flankte Tobias Mohr, Jannis Nikolaou klärte in letzter Not vor Tim Kleindienst. Nikolaou verhinderte später nochmals den Rückstand.

Nach einer Ecke kam Patrick Mainka (38.) angeflogen, der hätte gepasst, wenn Dresdens Innenverteidiger nicht noch irgendwie den Scheitel ans Leder gebracht hätte.

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Die zweite Hälfte begann ähnlich schleppend wie die erste aufhörte. Bis Mohr eine Idee hatte und Kleindienst (52.) schickte.

Der setzte sich glücklich gegen Nikolaou und Broll durch, scheiterte ab kurz vorm Ziel an der beherzten Grätsche von Löwe. Dresden hatte jetzt zu tun hinten drin, doch Nikolaou und Florian Ballas standen wie Felsen. Gerade Dresdens Mann mit der Nummer 4 hatte einen Magneten am Körper. Irgendwas brachte er immer dazwischen.

Allerdings ging nach vorne kaum noch was. Dynamo verlor die Bälle im Vorwärtsgang immer wieder. So nahm der Druck von Minute zu Minute zu.

Dann kam auf einmal Josef Husbauer, der eigentlich fehlen sollte aufgrund Antibiotika-Einnahme nach eines Infekts. Egal, er jagte in der 86. Minute das Leder an die Latte - Riesenchance für die Schwarz-Gelben!

Eine Minute später vergab Klingenburg, der frei zum Abschluss kam, aber den Ball über das Gehäuse schoss. Es blieb am Ende beim 0:0.

Ondrej Petrak (links) gab in Heidenheim sein Startelf-Debüt.
Ondrej Petrak (links) gab in Heidenheim sein Startelf-Debüt.  © Thomas Kienzle/dpa
Florian Ballas (rechts) hielt den Laden mit Jannis Nikolaou sauber.
Florian Ballas (rechts) hielt den Laden mit Jannis Nikolaou sauber.  © Jan Huebner/Eduard Martin

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