Bitteres Fiel-Debüt bei Dynamo: Torklau und 1:3-Pleite gegen Heidenheim

Dresden - Was für ein bitterer Nachmittag für Dynamo Dresden! Die Mannschaft kämpfte beim Debüt von Interimstrainer Cristian Fiel aufopferungsvoll, musste sich am Sonntag aber dem 1. FC Heidenheim mit 1:3 (0:2) vor 26.868 Zuschauern im DDV-Stadion geschlagen geben.

Ganz bitterer und vielleicht entscheidender Moment für Dynamo: Der reguläre Treffer von Moussa Koné wird in der ersteh Hälfte nicht gegeben.
Ganz bitterer und vielleicht entscheidender Moment für Dynamo: Der reguläre Treffer von Moussa Koné wird in der ersteh Hälfte nicht gegeben.  © Lutz Hentschel

Marc Schnatterer hatte die Gäste per Doppelschlag in der ersten Halbzeit mit 2:0 (31./Foulelfmeter, 44. Minute) in Führung gebracht. Erich Berko ließ mit seinem Anschlusstreffer (68.) zum 1:2 aus Dynamo-Sicht kurz Hoffnung aufkeimen, doch der Gegner machte mit dem 1:3 durch Nikola Dovendan (69.) sofort im Gegenzug den Deckel auf die Partie.

In der 38. Minute hatte Moussa Koné das 1:1 erzielt, doch Schiedsrichter Frank Willenborg gab den Treffer aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung nicht: Fehlentscheidung!

Vor der Partie waren die Augen auf das Trainer-Debüt von Ex-Spieler Fiel gerichtet. Um 12.55 Uhr betrat er das erste Mal den Rasen, um Bezahlsender Sky vor dem Spiel ein Interview zu geben. Die Fans im Stadion applaudierten, aus dem K-Block schallte es "Fielo, Fielo".

Dabei hatte der 38-Jährige zwei Tage vor dem Spiel auf der Pressekonferenz ausdrücklich betont, dass es bei seinem Debüt als Cheftrainer nicht um ihn, sondern einzig und allein zum die drei Punkte gehe.

Das Feuer, das in Fiel seit eh und je brennt, schien er in nur drei Tagen auf die Mannschaft übertragen zu haben. Sie rannten, kämpften, grätschten und brachten so schnell die Fans hinter sich.

Dynamo bekommt Tor von Koné aberkannt

Beim Elfmeter ist Torwart Markus Schubert in der richtigen Ecke, kommt an den präzisen Schuss von Schnatterer aber nicht mehr heran.
Beim Elfmeter ist Torwart Markus Schubert in der richtigen Ecke, kommt an den präzisen Schuss von Schnatterer aber nicht mehr heran.  © Lutz Hentschel

Der Coach beließ es bei dem System der Dreierkette in der Abwehr. Mit Atik sowie Aosman neben Ebert setzte Fiel ganz offensichtlich auf Jungs, die kicken können und die spielerische Qualität im Mittelfeld erhöhen sollten.

Dennoch wurde es eine extrem bittere erste Halbzeit für die Schwarz-Gelben. Der aufopferungsvolle Kampf wurde nicht belohnt, auch weil es mal wieder an den hundertprozentigen Chancen mangelte. Fünf Tage bleiben Dynamo noch, um in Sachen Stürmer auf dem Transfermarkt zuzuschlagen.

Heidenheim nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent, erst verwandelte Schnatterer den Foulelfmeter, den Nikolaou verursacht hatte (31.), dann zirkelte er einen Freistoß in die Maschen (44.).

Zuvor hatte Schiedsrichter Frank Willenborg Koné das reguläre Tor (38.) aberkannt. Auch der verletzte Innenverteidiger Sören Gonther sagte in der Halbzeit bei Sky: "Ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter das Spiel so richtig im Griff hat."

Und das setzte sich in der zweiten Hälfte fort. Dynamo steckte nicht auf, drang auf den Anschluss, doch Willenborg entglitt die Kontrolle über Partie ab der 55. Minute zusehends, es folgten in Zusammenarbeit mit seinen beiden Assistenten zahlreiche fragwürdige Entscheidungen.

In einer aufgeheizten Stimmung im DDV-Stadion war die Partie von viel Schärfe und Nickligkeiten geprägt, zweimal behielt Schubert im Tor aber die Nerven und parierte erst gegen Lankford (48.), dann gegen Glatzel (62.).

Die beiden besten Dynamo-Chancen versiebte Atik, dessen Schüsse von Mainka und Theuerkauf geblockt wurden. In der 64. Minute brachte die ehemalige Nummer 40 Fiel die aktuelle 40 Berko, der sich vier Minuten später für seine Hereinnahme mit dem 1:2-Anschlusstreffer bedankte. Doch vom Anstoß weg schliefen die Schwarz-Gelben und kassierten das 1:3.

Trotz erneuten Kampfes war damit der Deckel auf der Partie, die zweite Liga-Niederlage für Dynamo nach dem 1:2 in Bielefeld perfekt.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0