Dynamo-Trainer Fiel schaut trotz Niederlage nach vorn: "Aufgeben ist keine Option"

Dresden - Am Ende ging auch bei Cristian Fiel der Kopf runter. Als Schiri Felix Zwayer nach 96 Minuten abpfiff, stand die vierte Pleite in Folge fest.

Kein leichter Tag für Dynamos Trainer: Cristian Fiel litt an der Seitenlinie sichtlich mit.
Kein leichter Tag für Dynamos Trainer: Cristian Fiel litt an der Seitenlinie sichtlich mit.  © Lutz Hentschel

Der sehnlichst erhoffte Befreiungsschlag blieb leider aus. Die Zeiten werden bei Dynamo vielmehr immer schwieriger - und das Pokalspiel bei Hertha BSC kommt angesichts der Lage in der Liga eher zur Unzeit.

Er sei nach der Partie in der Kabine gewesen, berichtete Fiel nachher, "um die Jungs in den Arm zu nehmen, um ihnen ein paar Worte hinzuschmeißen, die ihnen vielleicht helfen. Aber im Moment hilft nicht viel", klangen die Worte des Trainers schon ein bisschen resignierend.

Von Resignation will der 39-Jährige natürlich nichts wissen: "Aufgeben ist keine Option!", hatte er noch Minuten zuvor in der offiziellen Pressekonferenz erklärt und dabei versucht, einigermaßen kämpferisch zu klingen. "Wir müssen die Köpfe hochnehmen und weiter arbeiten."

Die 96 Minuten gegen Bielefeld machten allerdings nicht gerade Mut und Zuversicht, dass diese Dresdner Mannschaft schnell eine Trendwende schafft. Viel zu groß war bei fast jedem die Verunsicherung, eine echte Struktur wie beim Gegner nicht klar zu erkennen. "Im Moment ist es leider so, dass wir uns sehr schwer tun, vorne die letzte Konsequenz zu zeigen. Es war schon zu sehen, dass bei dem einen oder anderen der Kopf eine große Rolle spielt. Aber das ist menschlich", meinte Fiel.

Ob man ihn diese schwierige Situation meistern lässt, werden die kommenden Tag zeigen. Aber was heißt schwierig? "Für mich ist sie das nicht - aber nicht, weil ich hier der Oberkönig bin. Sondern weil ich sehe, dass die Jungs bereit sind zu arbeiten und versuchen, das umzusetzen, was wir uns vornehmen. Ich bin der Überzeugung, dass wir das Blatt wenden können."

Seinen Spielern gab er für Sonntag trainingsfrei. "Sie sollen durchschnaufen. Zeit bekommen, sich durch den Kopf gehen zu lassen, was gerade passiert."

Cristian Fiel tröstete Patrick Ebert und dessen Mitspieler noch auf dem Platz.
Cristian Fiel tröstete Patrick Ebert und dessen Mitspieler noch auf dem Platz.  © Lutz Hentschel

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