Dynamo Dresden: So oft musste der Videoschiedsrichter bei der SGD schon eingreifen

Dresden - Der Videobeweis ist in diesen Tagen wieder in aller Munde. Ausgelöst nicht nur durch die Partie der Dynamos gegen Wiesbaden. Auch in der Bundesliga gab es am Wochenende erneut Kopfschütteln über Aktionen des Kölner Keller, den viele am liebsten wieder zuschütten würden. Aber wie sieht es nach 13 Spieltagen eigentlich bei Dresden aus?

Jannis Nikolaou (r.) erwischt im Spiel gegen St. Pauli (3:3) Christian Conteh von hinten. Schiri Benjamin Cortus zieht Gelb, wird vom VAR aber überstimmt: Rot!
Jannis Nikolaou (r.) erwischt im Spiel gegen St. Pauli (3:3) Christian Conteh von hinten. Schiri Benjamin Cortus zieht Gelb, wird vom VAR aber überstimmt: Rot!  © imago images/Steffen Kuttner

Fünfmal, und das ist zu anderen Vereinen der 2. Liga vergleichsweise gering, schaltete sich bei Dynamo-Spielen der Videoschiedsrichter (VAR) ein und revidierte gefällte Entscheidungen. Dreimal profitierten die Schwarz-Gelben davon, zweimal nicht.

2. Spieltag, 2:4 in Karlsruhe

Lukas Grozurek trifft für Karlsruhe zum vermeintlichen 1:0 (23.) für den KSC. Der Treffer zählte nach Videobeweis allerdings nicht. Im Vorfeld des Angriffes foulte Karlsruhes Abwehrhüne Daniel Gordon im Mittelfeld Baris Atik, was Schiedsrichter Frank Willenborg übersah.

5. Spieltag, 3:3 St. Pauli

Der zweifache Dresdner Torschütze Jannis Nikolaou (84.) bremst beim Stand von 2:3 einen St.-Pauli-Konter. Er grätscht Christian Conteh von hinten in die Beine. Schiedsrichter Benjamin Cortus zeigt Nikolaou Gelb, der Videoschiedsrichter schreitet ein, Cortus schwenkt um auf Rot. Dresden macht noch das 3:3, Nikolaou muss danach drei Spiele zuschauen.

Dynamo insgesamt mit 5 VAR-Szenen

Hier fühlte sich Dynamo benachteiligt. Marco Hartmann soll Martin Männel bedrängt haben. Aues Keeper lässt den Ball fallen, den Moussa Koné (Nr. 14) und Fabian Kalig (4) gemeinsam über die Linie stochern. Nach Videobeweis wurde das Tor aberkannt.
Hier fühlte sich Dynamo benachteiligt. Marco Hartmann soll Martin Männel bedrängt haben. Aues Keeper lässt den Ball fallen, den Moussa Koné (Nr. 14) und Fabian Kalig (4) gemeinsam über die Linie stochern. Nach Videobeweis wurde das Tor aberkannt.  © Frank Kruczynski

8. Spieltag, 1:4 in Aue

Beim Stand von 1:3 gehen Dynamo-Kapitän Marco Hartmann und Aues Keeper Martin Männel (61.) zum Ball. Der FC-Kapitän lässt die Kugel fallen, Moussa Koné und Fabian Kalig grätschen die Kugel im Gleichklang über die Linie. Robert Hartmann gibt den Treffer, wird aber vom VAR überstimmt. Der Ärger war groß.

12. Spieltag, 1:3 in Stuttgart

Moussa Koné geht kurz nach der Pause im Zweikampf gegen Nathaniel Philipps zu Boden, der Stuttgarter trifft ihn klar. Schiedsrichter Arne Aarnik lässt weiterlaufen, korrigiert sich nach einem Anruf aus Köln. Koné trifft zum 1:2, Dynamo verliert 1:3.

13. Spieltag, 1:0 gegen Wehen

Diese Szene, die Fußball-Deutschland derzeit beschäftigt. Wiesbadens Manuel Schäffler erzielt nach einem Konter das 1:0 (26.). Martin Petersen schaut sich die Szene nach Hinweis von Florian Heft in Köln an.

Und siehe da: Der Ball war 20 Sekunden zuvor auf der anderen Seite von allen unbemerkt ins Toraus gerollt. Der Treffer zählt nicht.

Schiedsrichter Martin Petersen schaut sich das Wiesbadener Tor am Freitag nochmal auf dem Bildschirm an und erkannt es ab.
Schiedsrichter Martin Petersen schaut sich das Wiesbadener Tor am Freitag nochmal auf dem Bildschirm an und erkannt es ab.  © Lutz Hentschel

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