Dynamo mit Last-Minute-Pleite: Janelt zerstört Dresdner Hoffnung

Dresden - Abstiegskampf kann so trostlos sein. Dynamo hat den Abstiegsgipfel der 2. Liga gegen den VfL Bochum mit 1:2 verloren und versinkt im Tal der Tränen. Die Rote Laterne leuchtet heller denn je in Dresden!

Harter Zweikampf zwischen Rene Klingenburg und Manuel Wintzheimer.
Harter Zweikampf zwischen Rene Klingenburg und Manuel Wintzheimer.  © Lutz Hentschel

"Mehr Mut, weniger Fehler", hatte Markus Kauczinski vor der Partie gefordert. Mut bewies der jetzt 50-jährige Dynamo-Coach auch mit seiner Aufstellung. In der Startelf gab es im Vergleich zum glücklichen 0:0 auf St. Pauli gleich vier Veränderungen. Chris Löwe, Josef Husbauer, Baris Atik und Patrick Schmidt fanden sich zunächst auf der Ersatzbank wieder. Dafür durften Brian Hamalainen, René Klingenburg, Patrick Ebert und Alexander Jeremejeff von Beginn an ran.

Im fünften von 16 Endspielen fiel es den Dresdnern erneut schwer, wirklich in die Partie zu finden. Allerdings ging es den Gästen kaum besser - ein echtes Kellerduell auf Augenhöhe, einigermaßen schwere Fußballkost.

Immerhin setzte der VfL durch einen Kopfball von Danny Blum, der knapp übers Gebälk strich, ein kleines Ausrufezeichen (10.). Auf der Gegenseite drang der blonde Ebert in den Strafraum ein, wurde aber im letzten Moment beim Abschluss geblockt (14.). Beim Kopfball von Florian Ballas hatten die Dynamo-Fans schon den Torschrei auf den Lippen - vorbei (24.).

"Wir müssen besser Fußball spielen", hatte Kauczinski vorher auch gesagt. Doch was ihm und den 26.279 Zuschauern auf dem Platz in den ersten 45 Minuten geboten wurde, hatte mit Zweitliga-Niveau wenig zu tun - und zwar von beiden Seiten.

Dynamo bleibt Letzter in der Tabelle

Freude bei Jannis Nikolaou nach seinem 1:1-Anschlusstreffer. Diese hielt aber nicht lange an.
Freude bei Jannis Nikolaou nach seinem 1:1-Anschlusstreffer. Diese hielt aber nicht lange an.  © Lutz Hentschel

Es konnte also nur besser werden. Wurde es aber nicht wirklich. Immerhin sprang in der 57. Minute die bis dahin beste Dresdner Chance heraus. Die Volleyabnahme von Jannis Nikolaou nach Eberts Freistoßflanke landete aber in den Armen von VfL-Keeper Manuel Riemann.

Der erste Treffer fiel dann aber auf der falschen Seite. Ballas ließ sich von Blum abhängen, der seelenruhig in die Mitte passen konnte. Dort legte sich der drei Minuten zuvor eingewechselte Silvere Ganvoula Mboussy den Ball gemütlich zurecht und schob aus zwölf Metern flach ein - das 0:1 (65.).

Immerhin: Dynamo schlug fast umgehend zurück! Nikolaou wuchtete einen Ebert-Eckball per Kopf zum 1:1 in die Maschen (70.). Jetzt war endlich Leben in der Bude!

Nun wurde mit offenem Visier gefightet, der entscheidende Wirkungstreffer gesucht. Dynamo hatte dabei Glück, dass man bei Blums Hammer nicht auf die Bretter ging - Schlussmann Kevin Broll konnte nur noch hinterherschauen, wie der Ball Millimeter über die Querlatte strich (79.).

Am Ende wäre ein Remis gerecht gewesen. Doch Dynamo kassierte noch den Knockout, als Vitaly Janelt in der Nachspielzeit zum 1:2 einnickte. Bitter!

Betroffene Gesichter: Patrick Ebert, Ondrej Petrak, Rene Klingenburg. (v.l.)
Betroffene Gesichter: Patrick Ebert, Ondrej Petrak, Rene Klingenburg. (v.l.)  © Lutz Hentschel

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