Kapitän Hartmann warnt Dynamo: "Wird eine eklige Geschichte da unten"

Marco Hartmann in der Anlage des Dresdner Mannschaftshotels in Guadalmina. Der Kapitän der Schwarz-Gelben freut sich, dass es morgen endlich wieder nach Hause geht.
Marco Hartmann in der Anlage des Dresdner Mannschaftshotels in Guadalmina. Der Kapitän der Schwarz-Gelben freut sich, dass es morgen endlich wieder nach Hause geht.  © Lutz Hentschel

Marbella- Der Mann hat bei Dynamo schon fast alles mitgemacht: Krisen, Erfolge, Abstieg, Aufstieg. In seiner fünften Saison ist Marco Hartmann für die Schwarz-Gelben so wichtig wie nie.

„Es reicht langsam, ich will nach Hause, mir fehlen Familie, Kind, ich will auch mal einen freien Tag haben, was anderes essen“, sagt der Kapitän, der wie alle das Ende des Trainingslagers herbeisehnt.

Ausgezehrt sieht er aus, was bei ihm aber eher ein gutes Zeichen ist - der lange Blonde konnte bisher alle Einheiten und Spiele in Spanien mitmachen.

„Die ersten sieben Tage waren unfassbar stark. Alle gesund, alle motiviert, da sieht man Qualität, das hat mir richtig gut gefallen“, lobt er. „Aber jetzt ist so eine Phase gewesen, wo man merkt, dass man schon relativ lange aufeinander hockt und es anstrengend wird.“

Entscheidend sei aber, dass man ein positives Camp-Fazit ziehen könne.

Marco Hartmann blickt der Rest-Rückrunde optimistisch entgegen

Die gute alte Schubkarre gibt's auch bei den Dynamos! Marco Hartmann (l.) schiebt Torhüter Mika Schneider.
Die gute alte Schubkarre gibt's auch bei den Dynamos! Marco Hartmann (l.) schiebt Torhüter Mika Schneider.  © Lutz Hentschel

„Wir sind schnell wieder da reingekommen, das umzusetzen, was uns stark macht, das hat man in den Testspielen gesehen. Und die Breite des Kaders ist sehr zusammengerückt, da kann einer den anderen eins zu eins ersetzen.“

Auch deshalb geht der 29-Jährige optimistisch in die Restrückrunde: „Wenn alle Spieler gesund und fit sind, haben wir eine sehr gute Mannschaft. Wir müssen nur unsere Qualität auf den Platz bringen.“

So wie das in den drei Siegen hintereinander in Düsseldorf, gegen Aue und in Berlin der Fall war. „Das muss unser Maßstab sein. Es wird wichtig, dass wir in den ersten Spielen schnell punkten, schnell unten wegkommen. Denn das wird in dieser Liga eine eklige Geschichte da unten“, hat Hartmann keine Lust, wieder in den Abstiegskampf dieser unberechenbaren 2. Bundesliga zu rutschen.

Noch mindestens zweieinhalb Jahre wird der studierte Lehrer für Dynamo die Fußballschuhe schnüren. Am 25. Februar wird Hartmann 30. „Ich hoffe, dass ich die Familie und die ganzen Freunde zusammenbringen kann.“

Dann hat seine Mannschaft bereits sechs Liga-Spiele weg. Mit ein paar Punkten mehr im Gepäck würde es sich leichter diesen runden Geburtstag feiern lassen.

Marco Hartmann ist als Kapitän der Dynamos immer ein gefragter Gesprächspartner.
Marco Hartmann ist als Kapitän der Dynamos immer ein gefragter Gesprächspartner.  © Lutz Hentschel

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