Bloß keine Blamage! Für Dynamo geht es im Pokal um viel Geld

In Hamburg stand Lucas Röser da, wo ein Mittelstürmer stehen muss. Den Abpraller von Pauli-Keeper Robin Himmelmann drückte er mit dem Knie zum 2:2 über die Linie.
In Hamburg stand Lucas Röser da, wo ein Mittelstürmer stehen muss. Den Abpraller von Pauli-Keeper Robin Himmelmann drückte er mit dem Knie zum 2:2 über die Linie.

Dresden - Am Freitag um 19 Uhr geht es für Dynamo gegen den Regionalligisten TuS Koblenz nicht nur darum, ein peinliches Erstrunden-Aus zu vermeiden, sondern auch um viel Geld.

Stolze 318.000 Euro Prämie gibt es für den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals. Die Sinne sind geschärft. Und auf den formstarken Lucas Röser wartet ein ganz besonderer Moment.

Gerade einmal vier Tage liegt das Auswärtsspiel am Hamburger Millerntor zurück. Nun steht die nächste Aufgabe bevor: DFB-Pokal. Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus legt sich fest: "Die Tage müssen reichen, um zu regenerieren."

Auf dem Papier ist die Rollenverteilung klar. Dresden ist DER Favorit in dieser Partie. Doch der Viertligist aus Koblenz sorgte schon so man- ches Mal für einen echten Pokalkrimi.

Die Fans haben Lucas Röser schon ins Herz geschlossen - kein Wunder, schließlich hat der Neuzugang schon zwei hochwichtige Treffer erzielt.
Die Fans haben Lucas Röser schon ins Herz geschlossen - kein Wunder, schließlich hat der Neuzugang schon zwei hochwichtige Treffer erzielt.

Im Jahr 2010 warfen die "Schängel" die Berliner Hertha aus dem Wett- bewerb.

Vier Jahre zuvor scheiterte Koblenz nur knapp im Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen. Daher warnt Neuhaus seine Spieler: "Die Gefahr liegt darin, den Gegner zu unterschätzen. Das wäre der größte Fehler."

Auch Dynamos aktueller Top-Torschütze Lucas Röser ist sich sicher: "Wir sind gut vorbereitet, dank der Videoanalyse. Das erste Spiel ist enorm wichtig, wir wollen weiterkommen." Trotzdem der 23-Jährige schon öfters gegen die Koblenzer angetreten ist und auch ein paar deren Spieler kennt, wird dieses Duell ein ganz besonderes für ihn: "Es ist mein erstes DFB-Pokalspiel überhaupt."

Bereits in den ersten beiden Ligaspielen traf er für seinen neuen Verein. Folgt nun der dritte Streich?

Auch wenn Neuhaus sich noch über eine mögliche Rotation den Kopf zerbricht, wird Röser höchstwahrscheinlich im Sturmzentrum zu finden sein: "Ich mache mir meine Gedanken. Wichtig wird sein, das richtige Gleichgewicht zu finden - die Harmonie muss passen", so der Trainer. Nicht ausgeschlossen ist auch ein Wechsel auf der Torhüterposition.

Auf jeden Fall wird die Reise nach Zwickau ins Ausweich-Stadion der Koblenzer ein gefühltes Heimspiel für die Schwarz-Gelben. "Wir können uns über die Unterstützung freuen und sind froh, nicht so weit reisen zu müssen“, sagt Röser vor seinem Pokal-Debüt.


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