2:2! Dynamo rettet Punkt in letzter Sekunde

Gleich schlägt der Ball im Tor ein. Pascal Testroet trifft zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
Gleich schlägt der Ball im Tor ein. Pascal Testroet trifft zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Von Thomas Schmidt

Wiesbaden - Mehr als die Hälfte der 5942 Zuschauer waren Gäste-Fans und deren lange Fahrt hatte sich gelohnt: Michael Hefeles Rücken verhinderte in letzter Sekunde die erste Auswärtsniederlage.

Am Ende hieß es 2:2 (0:1) in Wiesbaden.

Die Partie begann wie erwartet: Der Spitzenreiter dominierte das Geschehen als „Weißes Ballett“ und mit breiter Brust, die Gastgeber standen voller Respekt, kompakt und reserviert hinten drin.

Trotzdem kamen die Dresdner zu ersten Gelegenheiten. In der neunten Minute zog Nils Teixeira aus 16 Metern ab und Torhüter Markus Kolke lenkte den Ball um den Pfosten.

Dann wurde Torjäger Justin Eilers, der zunächst als einzige Spitze begann, von der SVW-Abwehr geblockt (10.).

Nach einer Viertelstunde trauten sich die Gastgeber mehr. Zum Beispiel Marc Lorenz, der nach einem Foul an ihm den fälligen 30-Meter-Freistoß einfach mal aufs Tor jagte.

Der Flatterball schlug für den überraschten Torwart-Debütanten Jeff Kornetzky im rechten Dreiangel zum 1:0 ein (20.).

Beim 1:0 für Wiesbaden hatte Dynamo-Torwart Kornetzky keine Chance.
Beim 1:0 für Wiesbaden hatte Dynamo-Torwart Kornetzky keine Chance.

Zehn Minuten später zeigte Kornetzky, dass er von dem Treffer nicht geschockt ist: Lorenz lief allein auf ihn zu und der Franzose verhinderte nach dem 13-Meter-Schuss mit tollem Reflex das 2:0.

Auch den Nachschuss von Saer Sene boxte der 33-Jährige weg. Keine 60 Sekunden blieb Kornetzky erneut Sieger gegen Sene.

Auf der anderen Seite brannte es erst in der 34. Minute wieder einmal: Teixeira flankte vor den Kasten, wo Abwehrchef Michael Hefele aus fünf Metern den Kopf an die Kugel brachte - wieder verhinderte Kolke den Gäste-Treffer und machte auch bei Giuliano Modicas Nachsetzen den kurzen Winkel zu.

Eine Hundertprozentige hatte Sinan Tekerci auf dem Fuß, als er von Marvin Stefaniak freigespielt mit der Innenseite den Ball aus 13 Metern zu Kolke kullerte.

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus reagierte noch vor der Pause und brachte Pascal Testroet wie ursprünglich von Beginn an geplant als Mittelstürmer.

Eilers durfte auf seine geliebte rechte Außenbahn. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff gab‘s die erhoffte Wirkung: Testroet zog aus 17 Metern ab und versenkte den Ball links unten zum 1:1 - sein sechster Saisontreffer.

Dann schickte Testroet Tekerci, der aus 14 Metern abzog - und den Ball nicht an Kolke vorbei brachte (57.).

Das rächte sich in der 77. Minute - 2:1 statt 1:2. Diesmal muss man Kornetzky den Treffer ankreiden, der nach einer Flanke ins Leere boxte und Luca Schnellenbacher in den verwaisten Kasten köpfen konnte.

Doch das war nicht das Siegtor: Einen Stefaniak-Freistoß prallte von Michael Hefeles Rücken zum umjubelten 2:2 ins Tor.

Fotos: Worbser


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