Bei Dynamo war der Sprit alle! 0:1-Niederlage gegen Fürth

Dresden - War das bitter! Sie haben aufopferungsvoll gekämpft und versucht, alles noch einmal aus sich rauszuholen, doch am Ende von zwei Englischen Wochen war bei Dynamo einfach der Sprit alle!

Die riesige Chance zum 1:0 kurz vor der Pause: Dario Dumic (re.) scheitert.
Die riesige Chance zum 1:0 kurz vor der Pause: Dario Dumic (re.) scheitert.  © Lutz Hentschel

Das Team von Trainer Maik Walpurgis unterlag vor 27.750 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion Greuther Fürth mit 0:1 (0:0). Den Siegtreffer erzielte Daniel Keith-Ruel in der 85. Minute. Bis dahin hatte Dynamo alles versucht, das Spiel an sich gerissen, Fürth lauerte vor allem auf Konter und war am Ende erfolgreich.

"Never change a winning team" war die Devise von Walpurgis, denn er setzte auf die gleiche Startelf wie beim 1:0-Auswärtssieg in Bochum.

Dass die Schwarz-Gelben am Sonntag die zweite Englische Woche in Serie abschlossen, merkte man den Kickern auf dem Rasen an. Willen und Einsatz konnte man ihnen nicht absprechen. Doch es fehlte die Genauigkeit in den Aktionen, auch eine gewisse Leichtigkeit.

Trotzdem waren die Hausherren bemüht, das Spiel zu machen. Fürth lauerte auf gefährliche Konter und kam vor allem durch David Atanga (11.) immer wieder vors Tor. In der 17. Minute vergab Sebastian Ernst eine gute Chancen für die Franken.

Dynamo hatte einige gute Möglichkeiten. Die dicksten Chancen vergaben Benatelli (39.) und Dumic, der kurz vor der Pause nach einer Flanke von Ebert und der anschließenden Kopfballablage von Hartmann das 1:0 hätte machen müssen. Doch er schoss aus Nahdistanz über den Kasten.

Dynamo-Fans stehen im Machtkampf hinter Ralf Minge und wenden sich von Präsident Ritter ab

Hängende Köpfe nach der ersten Halbzeit: Dynamo bemühte sich, doch am Ende der zweiten Englischen Woche in Serie schwanden die Kräfte.
Hängende Köpfe nach der ersten Halbzeit: Dynamo bemühte sich, doch am Ende der zweiten Englischen Woche in Serie schwanden die Kräfte.  © Lutz Hentschel

Am Rande des Spielfeldes machten die Fans schon während der ersten Halbzeit klar, was sie von der Darstellung des Aufsichtsrates, es gäbe keinen internen Machtkampf im Verein zwischen den beiden Geschäftsführern Ralf Minge und Michael Born, halten: "Eure Lügen sind wie ein Kredit. Ihr genießt sie jetzt, bezahlen werdet ihr später", hieß es auf einem Spruchband.

Zum Anpfiff der zweiten Hälfte schallte es aus dem K-Block: "Ralf Minge." Dazu wurde ein Transparent aufgehängt: "Der K-Block ist Anti Ritter (Andreas Ritter, Präsident des Vereins, Anm. d. Red.)"

In den zweiten 45 Minuten drückte das Walpurgis-Team zu Anfang richtig aufs Gas, brachte so die Fans noch mehr hinter sich, doch die zwingenden Chancen blieben aus. Die Partie war besonders für Dynamo kräftezehrend, weil Fürth wenig fürs Spiel tat, auf Konter lauerte.

In der 66. Minute brachte der Coach mit Kreuzer und Duljevic für Wahlqvist und Koné zwei frische Kräfte. Fürth spielte die Konter schlecht aus, Dynamo rannte weiter an, blieb aber unglücklich. Ebert hämmerte einen Freistoß zielgenau Richtung Tor, doch ein Kopf eines Gegenspielers verhinderte den möglichen Treffer (73.).

Mit dem letzten Wechsel beim Gastgeber kam Baris Atik für Aosman aufs Feld. Die Spieler holten noch einmal alles aus sich heraus, in einzelnen Aktionen fehlte aber das Glück. Und dann kam fünf Minuten vor Schluss der Genickschlag, als Hartmann und Kreuzer Keita-Ruel nicht stoppen konnten und er zum 0:1 traf.

Bei der letzten Ecke in der Nachspielzeit stürmte sogar Torhüter Markus Schubert nach vorn, doch es blieb beim 0:1.


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