Kreisches Dynamo-Kolumne: "Haben einige den Beruf verfehlt?"

Von Hans-Jürgen Kreische*

"Wir wissen jetzt, so geht es nicht!" Eine Erkenntnis ins Mikrofon gesprochen von Sören Gonther. Äußerst bemerkenswert, dass einem gestandenen Mann, der den Anspruch hat, bei Dynamo Dresden Stammspieler zu sein, jetzt schon die Erleuchtung kommt.

Hansi Kreische schreibt regelmäßig in einer Kolumne seine Gedanken zu Dynamo Dresden nieder.
Hansi Kreische schreibt regelmäßig in einer Kolumne seine Gedanken zu Dynamo Dresden nieder.  © Lutz Hentschel

Selbst jeder Freizeitfußballer weiß: Erfolgreich ist man nur, wenn sich jeder entsprechend seiner Möglichkeiten einbringt. Und genau davon war das komplette Team weit entfernt.

Das blamable 1:3 in Sandhausen, genannt "das Dorf", haben deshalb ganz allein die Aktiven zu verantworten. Sie sollten sich am Trainer orientieren, denn der brennt für seine schwere Aufgabe, nämlich den Abstieg zu verhindern. Das scheint aber einigen Spielern überhaupt nicht bewusst zu sein.

Vielleicht ist man ja auch mit seinen Gedanken schon wieder bei einem anderen Verein. Wenn es bei dem einen oder anderen so wäre, dann hat derjenige nach meinem Empfinden seinen Beruf verfehlt.

Hobbyfußball ist dann aber nur die einzige Alternative, denn dort ist zumindest dieser fast "unerträgliche" Druck, ständig Bestleistung abzurufen, nicht so groß.

Wie geht es jetzt aber weiter? In den fünf verbleibenden Spielen muss aller Voraussicht nach noch gepunktet werden. Es ist nur die Frage: Welcher Verein beschenkt aus reiner Sympathie die Dresdner Dynamos? Vielleicht gibt es aber auch eine positive Überraschung zum Osterfest gegen den Spitzenreiter Köln.

Die zahlreichen Fans hätten es mehr als verdient. Schwer vorstellbar, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

*Hans-Jürgen Kreische schreibt für Morgenpost/TAG24 wöchentlich eine Kolumne über Dynamo Dresden, wo er als Spieler selbst zur Legende wurde (5 x Meister und 1 x Pokalsieger).

Auch Sören Gonther kommt bei Kreische nach seinen Aussagen in Sandhausen nicht gut weg.
Auch Sören Gonther kommt bei Kreische nach seinen Aussagen in Sandhausen nicht gut weg.  © Lutz Hentschel

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