Dynamo ohne Mental-Guru! Dennoch kein Aktionismus wie bei Colin Bell

Dresden - Wenn die Ergebnisse nicht kommen, schwindet das Selbstvertrauen. Das ist jetzt keine so neue Erkenntnis. Das ist nicht nur im Fußball und bei Dynamo Dresden so.

Ralf Minge (r.) hat noch keinen Nachfolger für Sportpsychologe Sascha Lense eingestellt.
Ralf Minge (r.) hat noch keinen Nachfolger für Sportpsychologe Sascha Lense eingestellt.  © Lutz Hentschel

Viele Einzelsportler arbeiten daher mit Sportpsychologen zusammen, um einen gewissen Dreh, um Fixpunkte für bestimmte Situationen zu bekommen.

Die sollen dann Halt geben, den Weg aus der Krise zeigen. Was macht die SGD jetzt?

Bei den Spielern war schon im Spiel gegen Hannover deutlich zu erkennen, der Mut lag irgendwo kurz oberhalb der Grasnarbe.

Es waren ja Situationen da, die mit mehr Risiko, mit mehr Selbstvertrauen zum Erfolg hätten führen können.

Aber die Spieler brachen lieber ab, spielten dann den Ball sicher nach hinten. Die Psyche ist im Leistungssport aber das A und O.

Dynamo hatte bis zum Sommer mit Sascha Lense einen Psychologen im Team, der dann nach Schalke wechselte.

Ralf Minge hat die Stelle von Sascha Lense nach dessen Abgang noch nicht neu besetzt

Colin Bell (M.) griff in seiner Dynamo-Amtszeit zu teils skurrilen Mitteln, um die Psyche seiner Spieler zu stärken.
Colin Bell (M.) griff in seiner Dynamo-Amtszeit zu teils skurrilen Mitteln, um die Psyche seiner Spieler zu stärken.  © Lutz Hentschel

Seither ist die Stelle unbesetzt. "Wir sind uns der Bedeutung schon bewusst", sagt Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

"Aber wir werden jetzt nicht in Aktionismus verfallen, das haben wir auch am Montag nochmal intern besprochen. Wir werden jetzt keinen Mental-Guru holen, nur um nach außen zu zeigen, wir machen was. Wir werden auch nicht wie bei Collin Bell das Spielfeld kleiner machen oder die Musik in der Kabine wechseln", so Minge.

Der 59-Jährige sagt aber, dass einige Kicker im "mental-psychologischen Bereich mit Experten zusammenarbeiten. Aber das ist kein Resultat der vergangenen zehn Tage. Die Option besteht, das bietet der Verein auch an. Das ist dann aber wie bei einem Arztbesuch eine vertrauliche Geschichte".

Den Weg aus der Krise müssen die Kicker alle alleine finden - mit oder ohne mentaler Betreuung. Am besten geht das mit guten Ergebnissen.

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