Dynamo Dresden, das war großartig!

Dresden - Man soll ja immer vorsichtig sein mit Superlativen. Doch was Dynamo in der 2. Runde des DFB-Pokals bei der Hertha in Berlin ablieferte, hatte schon was Großartiges!

Ein Bild mit Symbolcharakter: Zusammen kann Dynamo Großartiges leisten!
Ein Bild mit Symbolcharakter: Zusammen kann Dynamo Großartiges leisten!  © imago images/Dennis Hetzschold

Keiner hatte dem Team nach den schwachen Partien zuvor solch eine Schlacht zugetraut. 1:0 zur Pause, 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach 120.

Im Elfmeterschießen 7:8 gegen den Bundesligisten verloren und doch haben die Dresdner gewonnen - nämlich die Herzen ihrer Fans!

Dieser Schulterschluss ist nicht ganz ohne, wichtig für die Meisterschaft! 35.000 im Olympiastadion und weitere Tausende daheim an den Bildschirmen waren begeistert. Das kann, das sollte für die Zukunft tragen - schon am Sonntag in Stuttgart.

Dieser pure Wille, diese Leidenschaft, dieser Fight. Es gab keine Kritikpunkte an diesem denkwürdigen Mittwochabend, der erst kurz vor Mitternacht sein Ende fand.

All das muss Dynamo jetzt in die Punktspiele mitnehmen, dann war diese bittere und unglückliche Niederlage ein Sieg! Nur so, aber wirklich auch nur so kann es aus dem Keller gehen.

Dynamo-Kapitän Hartmann: "Diese Stimmung war schon Wahnsinn!"

Traf im Spiel und per Elfmeter: Moussa Koné.
Traf im Spiel und per Elfmeter: Moussa Koné.  © imago images/Bernd König

Dass Spieler und Trainer fast ihr Leben da unten auf dem Feld gelassen hätten, verrieten ihre Stimmen, die keine mehr waren. Es war nur noch irgendetwas Heiseres.

"Diese Stimmung war schon Wahnsinn", sagte Marco Hartmann. "Krass, dieses Flutlicht, diese Größe. Keiner von uns hat je vor über 70.000 Menschen gespielt. Nicht mal ich und ich bin nicht mehr der Jüngste", so "Harti".

"Jeder, der dabei war, ob Spieler, ob Zuschauer, geht heute mit der Hoffnung nach Hause, das wir das Ding am Sonntag wuppen."

Hartmann erklärte auch, dass nach Bielefeld die Stimmung im Team und bei den Fans im Keller war. Alle waren ratlos. "Das war ein Ansatz, wie es funktionieren kann. Genau da müssen wir weitermachen. Die Mannschaft steckt nicht auf." Die Fans dürften jetzt wieder auf ihrer Seite stehen.

"Auch wenn wir ausgeschieden sind, die Leistung macht mich stolz", sagte Trainer Cristian Fiel. "Ich freue mich für die Jungs, mir tut es auch leid für sie. Das Weiterkommen wäre verdient gewesen. Aber Sonntag ist etwas anderes, das hilft das Spiel in Berlin nicht mehr."

Doch die Unterstützung der Fans wird das tun. "Das war schon irre, was sie abgeliefert haben, einmalig, ganz groß", zog auch Patrick Ebert den Hut vorm eigenen Anhang. Er ist (wieder) der 12. Mann!

Die gelbe Wand in Berlin: 35.000 Dynamo-Fans reisten zur Hertha.
Die gelbe Wand in Berlin: 35.000 Dynamo-Fans reisten zur Hertha.  © imago images/Dennis Hetzschold

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