Hilft Dynamo nur noch ein Wunder? Was jetzt Kapitän Ballas zur Lage sagt

Dresden - Die Lage ist bescheiden, fast hoffnungslos. Dynamo hängt im Tabellenkeller der 2. Bundesliga weiter fest - die Rote Laterne leuchtet nach dem 23. Spieltag in Dresden heller denn je. Um doch noch irgendwie die Kurve zu kriegen und den Klassenerhalt zu packen, brauchen die Schwarz-Gelben mittlerweile schon ein mittelgroßes Wunder.

Flasche leer? Patrick Ebert war gegen Bochum noch einer der Auffälligeren bei Dynamo. Und das nicht nur der blondierten Haare wegen.
Flasche leer? Patrick Ebert war gegen Bochum noch einer der Auffälligeren bei Dynamo. Und das nicht nur der blondierten Haare wegen.  © Lutz Hentschel

Der erste direkte Nichtabstiegsplatz ist jetzt acht Punkte und der Relegationsplatz nach dem Auswärtssieg des Karlsruher SC nun auch schon sechs Zähler entfernt.

Diese Lücke in den verbleibenden elf Partien zu schließen, wird ein Kraftakt sondersgleichen. Die Hoffnung, dass die Mannschaft diesen stemmen kann, ist spätestens seit dem Auftritt gegen den VfL Bochum geschwunden.

Ein Feuerwerk hatte Patrick Ebert vorher noch angekündigt. Doch er und seine Kollegen kamen nicht mal in die Nähe der Zündschnur. Der erblondete Routinier, der als einer der wenigen zumindest versuchte, das Spiel anzukurbeln, explodierte regelmäßig - aber nur angesichts der haarsträubenden Fehler seiner Nebenleute.

Man konnte den Kickern nicht mal den Willen absprechen, aber nur mit Kampf wird man die Klasse nicht halten können.

Winter-Transfers schlagen (noch) nicht ein

Florian Ballas (l.), René Klingenburg und Torwart Kevin Broll diskutieren. Kapitän Ballas hatte selbst vorm 0:1 nicht gut ausgesehen.
Florian Ballas (l.), René Klingenburg und Torwart Kevin Broll diskutieren. Kapitän Ballas hatte selbst vorm 0:1 nicht gut ausgesehen.  © Lutz Hentschel

Trotz der Winterneuzugänge mangelt es weiter an Qualität.

Gegen den VfL standen mit Marco Terrazzino und Ondrej Petrak zudem nur zwei von sechs Neuen in der Startelf. "Königstransfer" Josef Husbauer saß genau wie Patrick Schmidt und Donyoh Godsway auf der Bank. Letzterer hat noch nicht eine Minute für Dynamo gespielt. Simon Makienok war noch rotgesperrt, könnte am Freitag aber in Regensburg wieder eingreifen.

Dort ist das Kauczinski-Team erneut zum Siegen verdammt - wieder einmal. "So lange es rechnerisch möglich ist und wir das aus eigener Kraft schaffen können, geben wir nicht auf", sagte Kapitän Florian Ballas nach der 1:2-Heimpleite.

Nun, dass die Profis zumindest alles versuchen, kann man sicher grundsätzlich erwarten. Aus eigener Kraft kann sich der Verein indes nicht mehr vorm Absturz in die 3. Liga retten, ist schon jetzt auf fremde Hilfe angewiesen. Doch in diese prekäre und fast aussichtslose Situation hat man sich selbst manövriert.

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