Dynamo holt erhoffte Defensiv-Verstärkung! Ondrej Petrak kommt vom 1. FC Nürnberg

Dresden - Endlich! Dynamo Dresden hat die erhoffte Defensiv-Verstärkung gefunden. Die SGD leiht Ondrej Petrak (27) vom 1. FC Nürnberg aus.

Sie werden sich nicht wiedertreffen: Dynamo-Neuzugang Ondrej Petrak und Dresdens abgewanderter Stürmer Moussa Koné, hier im Duell im Juli 2019.
Sie werden sich nicht wiedertreffen: Dynamo-Neuzugang Ondrej Petrak und Dresdens abgewanderter Stürmer Moussa Koné, hier im Duell im Juli 2019.  © Lutz Hentschel

Das gab der Verein am Sonntagmittag bekannt. Darüber hinaus besitzt Dynamo eine Kaufoption für den Tschechen, der sowohl im defensiven Mittelfeld, als auch in der Innenverteidigung spielen kann.

Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge sagte aus der SGD-Website zum Transfer: "Wir verpflichten mit Ondrej Petrak einen weiteren Spieler, der mit seiner Erfahrung und Qualität unsere Mannschaft bereichern wird. Er kann sowohl im Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung flexibel zum Einsatz kommen."

Außerdem verfüge er "über eine hohe Laufbereitschaft, hat ein energisches Zweikampfverhalten und bringt eine Menge spieltaktische Intelligenz mit", so Minge weiter.

Petrak selbst, der am heutigen Sonntag um 14 Uhr ins Mannschaftstraining einsteigt, sagte nach seiner Vertragsunterschrift: "Ich sehe bei Dynamo Dresden die Chance, endlich wieder auf dem Platz stehen zu dürfen. Die intensiven Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich davon überzeugt, dass der Wechsel der richtige Schritt für mich ist."

Er traf auch eine Kampfansage: "Ich gehe die Mission Klassenerhalt mit großer Motivation an, werde alles reinwerfen und möchte so meinen Teil zur angestrebten Aufholjagd des Vereins beitragen."

Dynamo Dresdens Neuzugang Ondrej Petrak kam beim 1. FC Nürnberg nur noch selten zum Einsatz

Ondrej Petrak (l.) kam 2018/19 22 Mal für den 1. FC Nürnberg in der 1. Bundesliga zum Einsatz.
Ondrej Petrak (l.) kam 2018/19 22 Mal für den 1. FC Nürnberg in der 1. Bundesliga zum Einsatz.  © dpa/Marius Becker

Petrak kommt nahezu ohne Spielpraxis nach Dresden. In dieser Saison wurde er lediglich dreimal beim FCN eingesetzt. Dabei stand er insgesamt nur 121 Minuten auf dem Feld.

Doch 2018/19 war er in Nürnberg lange Zeit Stammspieler in der 1. Bundesliga, wo er 22 Mal spielte, dazu kommen noch zwei Partien im DFB-Pokal.

Doch schon gegen Saisonende hatte er seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld verloren. Den konnte er sich auch in dieser Spielzeit nicht wieder zurück erkämpfen.

Deshalb war es für Petrak Zeit für einen Tapetenwechsel. Denn er war schon im Januar 2014 nach Nürnberg gekommen und kam insgesamt 135 Mal (drei Tore, vier Vorlagen) für Dynamos aktuellen Liga-Konkurrenten zum Einsatz.

Bei Nürnberg fiel er zuletzt mit kleineren Verletzungen aus, hatte eine Patellasehnenreizung und mit Adduktorenbeschwerden zu kämpfen.

Zuvor hatte er in seiner Geburtsstadt beim tschechischen Spitzenklub SK Slavia Prag gespielt - übrigens nicht zusammen mit Dynamos anderem tschechischen Winter-Neuzugang Josef Husbauer.

Ondrej Petrak spielte elfeinhalb Jahre beim SK Slavia Prag

Ondrej Petrak ist der fünfte Winter-Neuzugang von Dynamo Dresden.
Ondrej Petrak ist der fünfte Winter-Neuzugang von Dynamo Dresden.  © SGD/ Steffen Kuttner

Die beiden verpassten sich um zwei Jahre, kennen sich aber aus der Fortuna Liga. Denn als Petrak bei Slavia spielte, stand Husbauer beim Rivalen Sparta Prag unter Vertrag.

Insgesamt hat Petrak stolze elfeinhalb Jahre bei Slavia verbracht. Schon mit zehn Jahren kam er vom Stadt-Konkurrenten FC Bohemians Prag (2000 bis 2002) zum aktuellen Tabellenführer der ersten tschechischen Liga.

Für die Profis absolvierte er dabei insgesamt 62 Spiele (zwei Tore, drei Vorlagen). Sein Debüt feierte er am 2. Oktober 2010 im Alter von 18 Jahren, sechs Monaten und 21 Tagen.

Petrak hat also schon fast zehn Jahre Erfahrung als Profi und befindet sich mit aktuell 27 Jahren im besten Fußballeralter.

2018 stand er sogar zweimal im Kader der Nationalmannschaft, kam aber weder gegen die Ukraine, noch gegen Russland zum Einsatz und wartet deshalb bis heute auf sein Debüt für Tschechien. Dabei hatte er zuvor 24 Länderspiele für die Junioren-Nationalteams seines Landes absolviert, weshalb sein Weg eigentlich vorgezeichnet zu sein schien.

Nun kann er sich gemeinsam mit Husbauer ganz in der Nähe seiner Heimat für einen Einsatz empfehlen. Mit seiner Routine und Zweikampfhärte dürfte er Dynamo schnell weiterhelfen und Stabilität verleihen, muss allerdings erst einmal wieder in seinen Spielrhythmus kommen.

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