Dynamo-Sturm krank: Müssen es jetzt ausgerechnet die Junioren richten?

Dresden - Er wollte für den Showdown am Freitag in Nürnberg die Spieler herausfiltern, die bereit sind, "sich den Arsch aufzureißen", wie es SGD-Trainer Markus Kauczinski bildlich formulierte. Dazu wird es nicht kommen. Es kann sogar sein, dass nicht einmal elf Profis auflaufen. Bei Dynamo geht das Personal am Stock.

Ransford-Yeboah Königsdörffer durfte in dieser Saison bereits in zwei Testspielen ran, im September in Zeitz und hier im Oktober gegen Chemnitz.
Ransford-Yeboah Königsdörffer durfte in dieser Saison bereits in zwei Testspielen ran, im September in Zeitz und hier im Oktober gegen Chemnitz.  © imago images/Steffen Kuttner.

"Alexander Jeremejeff steht nicht zur Verfügung, er hat noch immer Probleme mit dem Sprunggelenk. Die Gefahr besteht, dass etwas reißt. Das wollen wir nicht riskieren", so der Coach. Luka Stor plagen ebenfalls Probleme am Sprunggelenk, er ist zudem krank.

Und auch Moussa Koné zeigte Anzeichen einer Erkältung. Bei ihm hofft der Coach aber noch. Des Weiteren geht es ohne Patrick Möschl (Sprunggelenk), Marco Hartmann (Muskelfaserriss) und René Klingenburg (gesperrt) nach Nürnberg.

Der komplette Sturm ist also krank. Nicht nur sinnbildlich, sondern richtig offiziell. Somit dürfte die Stunde für einen gerade 18 Jahre alt gewordenen Stürmer und einen noch 17-Jährigen schlagen: Ransford-Yeboah Königsdörffer und Simon Gollnack.

Beide stürmen in der A-Junioren-Bundesliga sehr erfolgreich und waren aktiv am 4:1 über Bayer Leverkusen (TAG24 berichtete) im DFB-Pokal-Viertelfinale beteiligt, trafen jeweils doppelt.

Kauczinski kann sich durchaus vorstellen, die beiden in die Startelf zu packen

Simon Gollnack (M.) im Punktspiel der A-Junioren-Bundesliga gegen Union Berlin. Er traf in 14 Spielen elfmal.
Simon Gollnack (M.) im Punktspiel der A-Junioren-Bundesliga gegen Union Berlin. Er traf in 14 Spielen elfmal.  © Report-Dresden

Die U19 ist mit 20 Punkten guter Siebter, weit weg von den Abstiegsrängen - da haben sie den Profis etwas voraus. Das Duo hat in 14 Spielen der Bundesliga 21 der 30 Dresdner Tore geschossen - Gollnack elf, Königsdörffer zehn.

Hätte Kauczinski ein Problem, die beiden für ein paar Minuten einzusetzen? "Was heißt denn ein paar Minuten? Es könnten durchaus sogar mehr werden." Sollten Koné und Stor nicht spielen können, würde zumindest einem von beiden sogar ein Startelf-Einsatz winken.

"Ich habe kein Problem damit. Sie haben das Zeug dazu. Natürlich ist 2. Bundesliga was völlig anderes als A-Junioren-Bundesliga. Wenn sie spielen, dann spielen sie. Was sie dann können, werde ich sehen. Die beiden sind gut drauf. Sie haben auch nicht die Geschichte der anderen hinter sich. Das kann ja auch ganz erfrischend sein. Sie machen Spaß. Wenn es soweit kommt, weiß ich, die Jungs werden alles geben, werden brennen."

Update 18.05 Uhr:

Dynamo hat mittlerweile offiziell bestätigt, dass Königsdörffer und Gollnack im Kader stehen werden.

Skeptischer Blick, Hand vorm Mund: Markus Kauczinski fehlt nicht nur die sportliche Leistung, sondern jetzt auch noch das Personal.
Skeptischer Blick, Hand vorm Mund: Markus Kauczinski fehlt nicht nur die sportliche Leistung, sondern jetzt auch noch das Personal.  © Lutz Hentschel

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