Angriffspunkt Aufstellung! Hat sich Dynamo-Coach Fiel verpokert?

Dresden - Im Nachhinein ist man immer schlauer. Die Aufstellung von Cristian Fiel beim 2:4 in Karlsruhe war das große Thema vor der Partie, während der zweiten Hälfte und erst recht danach.

Niklas Kreuzer im Gespräch mit seinem Vater Oliver. Beide wunderten sich, dass der Kapitän auf der Bank saß.
Niklas Kreuzer im Gespräch mit seinem Vater Oliver. Beide wunderten sich, dass der Kapitän auf der Bank saß.  © imago images/Sportfoto Rudel

"Ich habe einen großen Kader und alle haben Gas gegeben, deshalb wird der eine oder andere dafür belohnt", sagte Fiel zu seiner Aufstellung.

Vor der Partie war es sogar KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer, der sich bei Sky verwundert zeigte, weshalb sein Sohn Niklas - gegen Nürnberg noch Kapitän - nicht bei den Schwarz-Gelben spielte. Laut Papa Kreuzer habe sein Sohn erst kurz vor dem Spiel erfahren, dass er nicht ran darf.

Damit hatte auch keiner gerechnet. Auch nicht, dass so ein erfahrener Mann wie Chris Löwe auf die Bank musste, der alle schmutzigen Tricks und Kniffe der Gegenspieler kennt.

Warum ein kantiger René Klingenburg gegen die wuchtigen Gegner nicht ran durfte, warum Florian Ballas als Leuchtturm nicht verteidigen durfte. Gegen ein Team, dass in der 3. Liga im Vorjahr 30 Tore aus Standards geschossen hat. 30!

Dass die kleineren Kicker gegen die Gordons, Hofmanns und Pisots in der Luft keine Schnitte bekommen, war so programmiert. Fiel wollte nicht nur mauern und kontern. Er wollte spielen. Tiki taka durchs Mittelfeld, ganz ohne Körperkontakt, ganz ohne Zweikampf.

Ob es mit Kreuzer, Klingenburg, Löwe und Ballas anders gelaufen wäre, ist freilich reine Spekulation. Nur geredet hätte danach eher kaum einer darüber. Der Angriffspunkt dafür hätte gefehlt.

Hat sich Cristian Fiel mit der Aufstellung in Karlsruhe verpokert?
Hat sich Cristian Fiel mit der Aufstellung in Karlsruhe verpokert?  © imago images/Eibner

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