Unfassbar! Dynamo verschenkt den Sieg in Magdeburg

Magdeburg - Oh, wie ist das bitter! Dynamo führte 2:1, hatte in der 90. Minute einen Elfmeter und vergab nicht nur den Strafstoß, sondern am Ende den Sieg im Ostderby in Magdeburg.

Hier trifft Moussa Koné zum 1:0 nach sieben Minuten.
Hier trifft Moussa Koné zum 1:0 nach sieben Minuten.  © DPA

Das Team von Trainer Maik Walpurgis trennte sich 2:2- (2:0) Unentschieden vom Aufsteiger. Moussa Koné (7.) und Aias Aosman (23.) trafen für Dynamo. In der 60. Minute bugsierte Niklas Kreuzer den Ball ins eigene Tor zum 2:1. In der 91. Minute verschoss Koné einen Foulelfmeter. Das rächte sich sofort, denn im Gegenzug machte der Gastgeber das 2:2 ebenfalls in der 91. Minute durch Marius Bülter.

Im Gegensatz zum Aufstiegsspiel am 16. April 2016 lief dieses Mal am Einlass alles ohne Probleme für die Fans ab, sodass der Dynamo-Block bereits eine halbe Stunde vor Anpfiff brechend voll war.

Das Team auf dem Rasen musste kurzfristig improvisieren, denn Jannis Nikolaou plagten Fußprobleme, so rutschte der spätere Torschütze Aosman erst wenige Minuten vor der Partie in die Startelf. In der standen auch Duljevic sowie Kreuzer, der den erkrankten Heise auf der linken Abwehrseite ersetzte.

Angetrieben von dem lautstarken Support der eigenen Anhänger waren die Schwarz-Gelben nach den zwei anstrengenden Englischen Wochen wieder gut regeneriert. Denn sie gaben von Beginn an den Ton in der Partie an.

Dynamo Dresden führt zur Halbzeit 2:0

Jubel bei Dynamo: Aias Aosman hat zum 2:0 getroffen.
Jubel bei Dynamo: Aias Aosman hat zum 2:0 getroffen.  © DPA

Dynamo stand kompakt in der Defensive und setzte spielerisch im Mittelfeld die Akzente. So ging es einige Male schnell vors Magdeburger Tor.

Das sahen von der Bank aus übrigens auch Torhüter Tim Boss und Verteidiger Sören Gonther, die nach ihren Verletzungen erstmalig in dieser Saison im Kader standen. Gonther wurde in der Schlussphase für Kreuzer eingewechselt und kam so zu seinem Comeback nach langer Leidensphase und Aufbautraining nach einem neuerlichen Kreuzbandriss.

Schon nach sieben Minuten stand es 1:0 für die Gäste. Nach einem blitzschnellen Einwurf von Kreuzer in den Lauf von Koné vernaschte der Senegalese auf dem Weg zum Treffer gleich drei Abwehrspieler des FCM und knallte den Ball in die Maschen.

Der Aufsteiger erholte sich davon zunächst nicht und hatte kaum etwas entgegenzusetzen. Nach Balleroberung von Ebert, einem schönen Pass von Benatelli spielten sich Koné und Aosman im Doppelpass den Ball zu, der Deutsch-Syrer schloss zum 2:0 ab (23.).

Erst nach einer halben Stunden war Magdeburg wirklich in der Partie angekommen und verzeichnete den ersten Torschuss. Doch die Defensive stand sicher, vor allem Hartmann räumte per Kopf alles ab und im Zweifelsfall hielt Schubert den Ball fest.

Der Gastgeber kam hochmotiviert aus der Kabine, drückte aufs Tempo und machte Druck. Nach einem Freistoß von Hamman prallte der Ball von Kreuzers linkem Knie ins Tor ab - 2:1 (60.). Nur sechs Minuten später drückte Koné nach einer Berko-Flannke den Kopfball gegen das Lattenkreuz - das war die Riesenchance zum 3:1.

In der 79. Minute präsentierten die Magdeburger Fans in ihrem Block einige gezogene Dynamo-Schals und -Fahnen und fackelten Pyro ab. In der 85. Minute verpasste Ebert dann noch per direktem Freistoß die große Möglichkeit, den Deckel auf die Partie zu machen.

Das rächte sich am Ende, denn nachdem Koné einen Elfmeter vergeben hatte (91.), machte Magdeburg den Ausgleich. Dabei tunnelte der Torschütze in der Nachspielzeit nicht nur seinen eigenen Mitspieler Dennis Erdmann, sondern auch Marco Hartmann. Markus Schubert im Tor war chancenlos.

Nach einem Freistoß rutschte der Ball von Kreuzers Knie ins Tor - 2:1.
Nach einem Freistoß rutschte der Ball von Kreuzers Knie ins Tor - 2:1.  © DPA

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