Dynamo: Selbstkritischer Minge will im Winter über 1,7 Millionen Euro in Neuzugänge investieren

Von Jens Maßlich und Thomas Nahrendorf

Dresden - Die sportliche Situation der SG Dynamo war natürlich einer der Schwerpunkte auf der Mitgliederversammlung im Congress-Centrum. Sportgeschäftsführer Ralf Minge sprach selbst darüber und antwortete sachlich auf teilweise emotionale Fragen der Mitglieder und Fans.

Ralf Minge hat sich am Samstag vor den Mitgliedern bei der MV Fehler eingestanden und Investitionen angekündigt.
Ralf Minge hat sich am Samstag vor den Mitgliedern bei der MV Fehler eingestanden und Investitionen angekündigt.  © Lutz Hentschel

Dynamo ist Vorletzter, hinkt den eigenen Erwartungen hinterher. Das hatten sich alle anders vorgestellt, Minge, Trainer Cristian Fiel, die Mannschaft und auch das Umfeld mit allen Fans.

"Es ist planerisch nicht alles abzudecken, aber dort mache ich mir den Vorwurf, dass wir mit der Situation im Sommer bei der Planung nicht offensiver umgegangen sind", sagte der 59-Jährige.

"Ich bin zu 100 Prozent überzeugt vom Kader und der Qualität des Trainerteams. Ich bin nahe dran und beobachte das. Die Jungs sind sauber, das war letztes Jahr anders. Da musste ich aller vier Wochen eine Brandrede halten, damit die Jungs wieder in die Spur kommen."

Minge ist überzeugt, die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Er hat vor, den Kader in der Transferperiode im Januar "qualitativ auszudehnen". Dynamo hat Erlöse von 8,75 Millionen erzielt. Über sechs Millionen davon wurden noch nicht angerührt.

"Wir hatten einen Plan, der ist nicht aufgegangen. Dafür trage ich die Verantwortung. Ich habe das Thema umdenken bereits angedeutet. Wir werden auch mal Jahre haben, wo die Zahlen nicht schwarz sind. In unserer Situation ist das kein Problem."

Minge, so sagte er, ist im ständigen Austausch mit dem Trainerteam, "wir versuchen alle Ressourcen zu bündeln". Es geht für ihn darum, Führungsspieler stabil zu kriegen, dass wir junge Spieler weiterbringen. "Wir müssen an Effektivität zulegen. Ich habe mich an den Pranger gestellt, mehr kann ich nicht machen. Wir haben ein geplantes Budget von über 1,7 Million zu Verfügung, ohne das wir einen der Töpfe angreifen. Das wird erstmal die Zielgröße sein. Wenn wir irgendwo eine Schaufel drauflegen müssen, wird der Aufsichtsrat der Letzte sein, der da dagegen ist."

Als Letztes sprach er auch zu seiner Person: "Ich hänge an Dynamo, nicht an dem Job. Ich lebe Dynamo, aber ich bin nicht Dynamo. Nichts ist größer als der Verein."

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0