Dynamo nach Sieg gegen den KSC: "Da sind wir wieder"

Dresden - "Da sind wir wieder", schrie René Klingenburg nach Abpfiff in der Mixed Zone und trommelte mit der Faust gegen die Türscheibe des Kabinentrakts. Man kann nur erahnen, wie groß die Erleichterung der Dynamos nach dem wichtigen und jederzeit verdienten 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC war. Aber Recht hat er, der "Klinge". Dresden ist wieder da, ist bereit, das Feld von hinten aufzurollen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Jubeltraube nach dem Tor des Tages.
Jubeltraube nach dem Tor des Tages.  © Lutz Hentschel

"Wir haben hart gekämpft, mutig gespielt, kompakt gestanden. Wir haben all das auf den Platz gebracht, was man braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Am Ende des Tages sind wir der verdiente Sieger", sagte Keeper Kevin Broll, der einen erstaunlich ruhigen Abend hatte.

So viel kam nicht auf sein Tor zugeflogen, was auch an der sattelfesten Abwehr lag. Die Innenverteidiger Florian Ballas und Jannis Nikolaou räumten alles weg, was durchkam. Sie waren die Türme eine bedingungslos kämpfenden Mannschaft.

Und genau das macht Mut. Die SGD zeigte ein komplett anderes Gesicht als noch im Dezember.

Wie wichtig der Dreier war, der erste seit dem 8. November und dem 1:0 daheim gegen Wiesbaden, zeigt der Blick auf die Tabelle. Die SGD ist herangerückt.

Kapitän Ballas: "Es stehen Jungs auf dem Platz, die wollen"

An Florian Ballas kam am Mittwoch auch KSC-Neuzugang Jerome Gondorf nicht vorbei.
An Florian Ballas kam am Mittwoch auch KSC-Neuzugang Jerome Gondorf nicht vorbei.  © Lutz Hentschel

Daher atmete Käpt’n Ballas auch auf: "Wir brauchen uns nix vormachen. Hätten wir verloren, wären es zehn Punkte gewesen. Das war enorm wichtig. Man hat gesehen, das Jungs auf dem Platz stehen, die wollten. Das muss der Maßstab werden."

Das muss es, denn diese Willensleistung darf keine Eintagsfliege sein, denn die Schwarz-Gelben sind immer noch Letzter. Aber wenn gerade die Defensive weiter so gut arbeitet, nicht mehr lange.

"Wir haben in der Vorbereitung an unserer defensiven Grundordnung gearbeitet, das hat man gesehen. Wir haben nur ganz wenig zugelassen. Es war auch wichtig, dass wir viele zweite Bälle gewonnen haben. Im Großen und Ganzen haben wir es gut hinbekommen", so Ballas.

Aber natürlich war noch nicht alle Gold, was glänzte. Spielerisch geht noch mehr, die Ansätze waren vielversprechend. Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gab, dann den: Dresden hat vergessen, frühzeitig den Deckel draufzumachen:

"Ja, absolut", sagte der Kapitän. "Die Möglichkeiten waren da. Wenn 'Patti' das 2:0 macht, als er den Torwart umkurvt, dann ist das Spiel durch. Aber ich denke, wir können uns freuen, dass wir den ersten Schritt gemacht haben und morgen geht es auch direkt schon weiter, vollste Konzentration aufs nächste Spiel", so der Kapitän direkt nach dem Spiel.

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