Dynamo-Neuzugang Terrazzino: Bruder Vincenzo hilft ihm auf die Beine

Dresden - Marco Terrazzino hat seine ersten 45 Minuten im Trikot der SG Dynamo hinter sich. Ganz zufrieden war er nach dem 1:0 in Zwickau nicht. Er forderte mehr Zug zum Tor, mehr Entschlossenheit und nahm sich dabei nicht heraus von der Kritik. "Das hat mir auch gleich mein Bruder nach dem Spiel geschrieben", lacht der Neuzugang.

In Zwickau feierte Marco Terrazzino (r., gegen Mike Könnecke) sein Debüt im Dynamo-Dress.
In Zwickau feierte Marco Terrazzino (r., gegen Mike Könnecke) sein Debüt im Dynamo-Dress.  © Picture Point/Roger Petzsche

Drei-, viermal hatte die Leihgabe des SC Freiburg die Möglichkeit dazu, einfach noch einen Schritt zu laufen und dann die Kugel auf den Zwickauer Kasten zu schweißen.

"Ich weiß, ich weiß. Mein Bruder hat die Partie live im Stream gesehen und schrieb mir dann: 'Junge, warum schießt du nicht?' Recht hat er, da hätte ich mal abziehen können. Das war auf alle Fälle die falsche Entscheidung", schmunzelt Terrazzino.

Der Neu-Dresdner hat zwei Brüder. "Der eine hat aber mit Fußball nichts am Hut, der andere ist Vincenzo."

"Er hat selbst gespielt, zum Beispiel bei Waldhof Mannheim. Vincenzo war mein großer Förderer. Dank ihm habe ich es bis zum Profi geschafft. Ihn frage ich immer nach Rat und er hat mich jetzt auch gleich kritisiert. Aber das tut mir gut", lächelt Terrazzino.

Etwas mehr als eine Woche ist der gebürtige Mannheimer bei Dynamo, hat sich eingelebt, die ersten Einheiten abgespult und nun auch seine Premiere im Trikot mit der Nummer 10 gehabt.

Dynamo muss ein neues Gesicht zeigen

Vincenzo Terrazzino (r.) war selbst aktiv am Ball.
Vincenzo Terrazzino (r.) war selbst aktiv am Ball.  © imago images/foto2press

Sonntag landet er mit seinen Mannschaftskollegen in Spanien. Dort muss es weitergehen. Was muss Dynamo noch besser machen?

"Wir müssen ein neues Gesicht zeigen. Die Ansätze waren positiv, wir haben uns im engen Raum gut herausgelöst. Wir spielen auf zwei Dritteln des Feldes einen gepflegten Fußball. Jetzt müssen wir im letzten Drittel noch effizienter werden", so Terrazzino.

"Gegen den Ball merkt man noch, dass wir zu große Abstände haben, zu viel zögern. Jetzt haben wir noch Zeit und werden das aufarbeiten." Acht Tage bleiben im Trainingslager dafür.

Und in diesen Tagen wird er sicherlich öfters auch mit Bruder Vincenzo Kontakt haben. Der wird ihm dann flüstern, was er richtig und falsch macht, ob er dann auch mal in guter Position abzieht.

Spätestens zum Auftakt gegen Karlsruhe wäre dafür ein guter Zeitpunkt.

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