Kölner Hauptmann vor Dynamo-Duell: "Unser Anspruch muss sein, zu Hause zu gewinnen"

Dresden - Im Sommer verließ er Dynamo, um sich dem 1. FC Köln bei der Mission „Wiederaufstieg“ anzuschließen (TAG24 berichtete). Die Rede ist von Niklas Hauptmann. Persönlich hat der 22-Jährige in der Domstadt bereits Fuß gefasst, sportlich wartet noch viel Arbeit auf ihn.

Niklas Hauptmann (r.) ist im Sommer zum 1. FC Köln gewechselt, seine Bruder Marius (19) gehört zum Profikader von Dynamo.
Niklas Hauptmann (r.) ist im Sommer zum 1. FC Köln gewechselt, seine Bruder Marius (19) gehört zum Profikader von Dynamo.  © Lutz Hentschel

„Ich fühle mich sehr wohl in Köln, habe den Schritt in keinster Weise bereut“, steht Hauptmann zu seiner Entscheidung und zu seinem Weg, den er in der vergangenen Sommerpause gegangen ist.

In Köln geboren ging es mit der Familie früh nach Dresden.

Dort verhalf ihm sein Papa Ralf, Nachwuchskoordinator bei Dynamo, zu einer Profikarriere, kümmerte sich um alles neben dem Platz.

Nun, zurück in Köln, ist Niklas reifer geworden, musste sich ohne die Unterstützung seines Vaters in der Millionenstadt durchboxen. So zum Beispiel bei der Wohnungssuche: „Immerhin hat mir da meine Maklerin viel Arbeit abgenommen“, gesteht der Junior.

Neue Mannschaftskollegen, ein neuer Trainer mit einem anderen Spielsystem, hunderte Fans beim Training, das Umfeld - alles ist viel größer als bisher.

„Das war eine ganz schöne Umstellung für mich. Aber meine Kollegen haben mir das sehr leicht gemacht", fühlt sich "Haupe" im Verein und in der Stadt angekommen.

Viel Einsatzzeit hatte Niklas Hauptmann (Nummer 36) im Kölner Trikot noch nicht. Aber vielleicht darf er gerade gegen Dynamo ran...
Viel Einsatzzeit hatte Niklas Hauptmann (Nummer 36) im Kölner Trikot noch nicht. Aber vielleicht darf er gerade gegen Dynamo ran...  © Imago

Doch sportlich spürt der Mittelfeldspieler "noch Luft nach oben".

In den bisherigen 14 Pflichtspielen kam Hauptmann erst fünfmal zum Einsatz, immerhin zweimal von Beginn an.

Die "FC-Hymne" beim Einlaufen ins Stadion konnte er dabei nicht genießen: "Da war ich so angespannt, total fokussiert, wie im Tunnel."

Einmal musste er sogar bei den Amateuren aushelfen. "Da sollte ich mir Spielpraxis holen, um auch mal wieder über 90 Minuten zu spielen."

Ob er am Sonnabend gegen seine Ex-Kollegen antreten darf, ist noch ungewiss.

"Es muss aber unser Anspruch sein, zu Hause zu gewinnen", denkt Hauptmann nicht mehr schwarz-gelb, für ihn stehen jetzt die Farben Rot und Weiß im Vordergrund.

Doch Kölns Nummer 36 kommt nicht drumherum zu sagen, dass diese Partie eine ganz besondere für ihn wird. "Meine Eltern werden im Stadion sein. Außerdem habe ich mit Spielern wie Erich Berko und Jannik Müller noch regelmäßig Kontakt."

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