Dynamo-Coach Fiel schleift seine Spieler und Kreuzer erklärt, warum das dringend nötig ist!

Dresden/Längenfeld (Österreich) - Die Kicker von Dynamo Dresden haben im Camp in Längenfeld mittlerweile schwere Beine, aber sie lachen alle durch die Bank weg ...

Niklas Kreuzer im Training am Ball.
Niklas Kreuzer im Training am Ball.  © Lutz Hentschel

"Der 'Fielo' verlangt körperlich und psychisch sehr viel von uns. Da sind nicht nur Laufeinheiten dabei, er schickt uns nicht einfach mal zwei Stunden in die Berge. Er will uns auch seine Spielidee vermitteln. Das ist sehr viel Information. Aber genau das macht unheimlich viel Spaß", sagt Niklas Kreuzer.

Der 26-Jährige ist seit 2014 im Verein, erlebt jetzt seinen fünften Trainer - und der fordert ihn und seine Mitspieler.

"Das ist nicht so, dass du trotz der Intensität sagst: 'Boah, mir tun die Beine weh.' Sondern es passt einfach nichts mehr rein, weil du so viel aufgenommen hast. Aber für uns ist das von Vorteil. Jeder kann sich sehr gut mit dem klaren Plan anfreunden", so Kreuzer.

Und dann spricht er Sätze, die aufhorchen lassen. Er war im Winter lange verletzt, hatte einen Leistenbruch, hat mit den Physios gearbeitet.

Dynamo Dresdens Coach Cristian Fiel möchte nicht mit Felix Magath verglichen werden

Ab und zu muss doch ein Medizinball herhalten: Niklas Kreuzer (r.) mit Patrick Möschl.
Ab und zu muss doch ein Medizinball herhalten: Niklas Kreuzer (r.) mit Patrick Möschl.  © Lutz Hentschel

Aber die anderen, die Kollegen: "Da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen. Die Jungs haben nicht wirklich von der Trainingsarbeit profitiert. Vor allem im Trainingslager und danach in Dresden, wo nicht in der Intensität gearbeitet wurde wie bei anderen Vereinen. Das hat man in der Rückrunde auch gemerkt, als wir sehr viele konditionelle Probleme hatten. Wenn du nicht fit bist, reicht es nicht, um ein Spiel in der 2. Liga zu gewinnen", spricht Kreuzer klipp und klar an, woran es in der Rückrunde gehapert hat.

Jetzt ist alles anders. Man merkte schon im Test gegen Athen, dass die Mannschaft Power hat. Auch im Training ist das zu spüren.

Das ist hart, selbst die Spaßeinheiten gehen an die Substanz. Fiel hat erkannt, was den Spielern fehlt(e). "Er hat schon vorm Camp angekündigt, dass er uns schleifen wird", grinst Kreuzer.

Klingt nach Felix-Magath-Methoden! "Wenn du ihn mit Magath vergleichst, würde er dir am liebsten eine drüberziehen", lacht Kreuzer laut.

"Das ist nicht so seine Art, mit der er sich verbindet. Das ist eher wie Pep Guardiola, der auch ein Schleifer ist, aber auf andere Art als Magath. Der würde uns mit Medizinbällen auf die Runde schicken. 'Fielo' nimmt den Ball. Die Spielformen sind sehr anstrengend, aber spielerisch. So merkst du die straffen Einheiten nicht so und wirkst irgendwie frisch".

Entspannung! Niklas Kreuzer genießt hinter dem Dynamo-Teamhotel in Längenfeld die frische Luft, die Ruhe und den Anblick der Berge.
Entspannung! Niklas Kreuzer genießt hinter dem Dynamo-Teamhotel in Längenfeld die frische Luft, die Ruhe und den Anblick der Berge.  © Lutz Hentschel

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