Dynamo: Wird Niklas Kreuzer heute der neue Kapitän?

Dresden - Seit Sommer 2014 läuft Niklas Kreuzer (26) für Dynamo Dresden auf und ist nach dem bisherigen Kapitän Marco Hartmann und zusammen mit Jannik Müller einer der Dienstältesten bei den Schwarz-Gelben. Bekommt er nun am Donnerstag die Kapitänsbinde von Trainer Cristian Fiel?

Niklas Kreuzer am Ball. Schon fünf Jahre kickt der Außenverteidiger für Dynamo - und hat noch einen Vertrag für weitere drei.
Niklas Kreuzer am Ball. Schon fünf Jahre kickt der Außenverteidiger für Dynamo - und hat noch einen Vertrag für weitere drei.  © Lutz Hentschel

"Ich habe schon häufig gesagt, dass ich mich hier extrem wohl fühle und mir ein gewisses Standing über die Jahre erarbeitet habe. Jetzt ist für mich auch der Punkt da, den nächsten Schritt zu gehen. Es ist an der Zeit, auch in eine Führungsrolle rein zu schlüpfen, gerade auch für die jüngeren Spieler", sagte er schon vor Wochen selbstbewusst.

In den beiden Testspielen gegen Paris Saint-Germain und bei der geheimen Generalprobe gegen Greuther Fürth trug Kreuzer die Kapitänsbinde.

Als TAG24 ihn nach der Partie gegen die Franzosen auf die mögliche neue Rolle ansprach, sagte Kreuzer: "Ich weiß nicht, ob ich ein bisschen mehr Verantwortung bekomme. Die Gespräche haben noch nicht stattgefunden. Aber na klar, wenn Fielo mir das zutraut, übernehme ich das gern. Ich hatte die Ehre, drei, vier Spiele das zu übernehmen, aber wie es die kommenden Spiele sein wird, weiß ich nicht nicht", sagte er am 16. Juli.

Gesprochen haben dürften Fiel und Kreuzer mittlerweile auf jeden Fall. Denn am Donnerstag nehmen die beiden auf einer Bühne in der Gläsernen Manufaktur zur Pressekonferenz Platz. Gut möglich, dass dort Kreuzer dann offiziell als neuer Kapitän vorgestellt wird.

Bislang hatte Marco Hartmann die Binde, doch er ist Stand jetzt der einzige Spieler, der den Ligaauftakt aufgrund einer Muskelquetschung verpassen wird. In der Vergangenheit musste er immer wieder wegen diversen Verletzungen pausieren, konnte das Amt auf dem Rasen nur selten ausüben.

Für Niklas Kreuzer wäre das Amt des Dynamo-Kapitäns ein Meilenstein in seiner Entwicklung

Entspannt liegt Niklas Kreuzer auf dem Rasen, legt gerade eine kurze Verschnaufpause während des Trainings ein.
Entspannt liegt Niklas Kreuzer auf dem Rasen, legt gerade eine kurze Verschnaufpause während des Trainings ein.

Für Kreuzer wäre die Binde ein riesiger Meilenstein in seiner persönlichen Entwicklung und in der bei Dynamo Dresden.

Im Februar verlängerte der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Oliver Kreuzer sein Arbeitspapier um drei weitere Jahre bis 2022.

Dynamo zelebrierte das damals, überreichte ihm ein Trikot mit der Zahl 2022. Solch eine Wertschätzung erhalten nicht alle.

"In der Zeit habe ich viele Leute und Spieler kennengelernt, ein paar Trainer sowie Höhen und Tiefen miterlebt. Gerade das letzte Jahr war wieder bezeichnend, dass wir es nicht geschafft haben, konstant auf einem Level zu spielen und es immer wieder diese Einbrüche gab", erklärte der Außenverteidiger.

Wenn er seinen Vertrag erfüllt, wäre er dann acht Jahre in Dresden. "Das ist schon außergewöhnlich in der heutigen Zeit. In bin dann 29. Auch danach muss noch nicht Schluss sein, ich bleibe auch gern weitere acht Jahre", lächelt er.

Unter Fiel, mit dem Kreuzer selbst noch ein Jahr zusammen kickte, soll nun alles besser werden als zuletzt, die Konstanz wieder zurückkommen.

Grundlage war das Camp im österreichischen Längenfeld. Denn gerade in den vergangenen Jahren, sagt Kreuzer offen, fehlte es an der Intensität im Training:

"Der Trainer hat erkannt, dass wir letzte Saison nicht fit waren. 'Fielo' will den Fußball spielen, mit dem wir 2016 in die 2. Liga aufgestiegen und im Jahr darauf Fünfter geworden sind. Dafür brauchen wir die nötige Fitness. Alle ziehen mit, weil sich jeder mit dem Plan des Trainers identifizieren kann."

Cristian Fiel
Cristian Fiel  © Lutz Hentschel

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