Dynamo: Papa Kreuzer ist stolz auf seinen Sohn Niklas! "Habe immer auf ihn gehört"

Dresden - Niklas tritt seinem Vater Oliver als Kapitän gegenüber, wenn Dynamo Dresden am Sonnabend beim Karlsruher SC ran muss. Ein stolzer Fakt für die Kreuzers.

Dynamo-Kapitän Niklas Kreuzer (l.) im ersten Spiel gegen Nürnberg gegen Tim Handwerker. Trotz der Niederlage kann Dynamo auf der gezeigten Leistung aufbauen.
Dynamo-Kapitän Niklas Kreuzer (l.) im ersten Spiel gegen Nürnberg gegen Tim Handwerker. Trotz der Niederlage kann Dynamo auf der gezeigten Leistung aufbauen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Einer von beiden wird wohl nach der Partie eher geknickt aus dem Wildparkstadion gehen. Der Dynamo-Spieler oder der KSC-Sportdirektor. Der Sohn will seinen Papa schlagen.

Kreuzer spielt jetzt im sechsten Jahr bei Dynamo, trotzdem ist es erst das zweite Aufeinandertreffen der beiden.

"Als er bei 1860 München war, habe ich gar nicht gegen ihn gespielt. Vor zwei Jahren im Hinspiel gegen den KSC, im Rückspiel war ich gesperrt", weiß Niklas. Nun sehen sie sich am Sonnabend wieder. Kontakt haben sie fast täglich.

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"Wir haben am Sonnabend nach meinem Spiel telefoniert, Sonntag nach seinem wieder. Das letzte Mal vor zwei Tagen. Das Spiel war natürlich ein großes Thema", so der 26-Jährige.

So wie der Fußball es auch im Allgemeinen bei ihnen ist. Die Erfolge seines Vaters, zweimal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München und UEFA-Pokalsieger 1996, wird Niklas wohl nicht mehr erreichen.

Eine erfolgreiche Profilaufbahn hat er dennoch eingeschlagen.

Dynamos Niklas und KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer wollen nie zeitgleich in einem Klub tätig sein

Niklas Kreuzer (l.) und sein Vater Oliver im Trainingslager 2017 in Marbella. Oliver Kreuzer ist Sportdirektor beim KSC.
Niklas Kreuzer (l.) und sein Vater Oliver im Trainingslager 2017 in Marbella. Oliver Kreuzer ist Sportdirektor beim KSC.  © imago images/Steffen Kuttner

"Er hat mir immer gute Ratschläge gegeben. Damals zum Beispiel, als wir in Basel waren. Ich war früh U16-, U17- und U18-Nationalspieler. Er hat mir den Tipp gegeben, Junge, bleibe in Basel, bevor du zu früh den nächsten Schritt gehst. Mache deine schulische Ausbildung fertig. Da hast du was in der Hand, mit Fußball kann es schneller vorbei sein als du denkst. Ich habe zum Glück auf ihn gehört", sagt Niklas Kreuzer.

Dass der Filius jetzt seit Jahren eine feste Größe ist, gefällt dem Vater auch sehr gut.

"Genieß das, dass du hier spielen darfst, hat er mir gesagt. Er ist ein Befürworter von Dynamo."

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Nur ein was, sagt Kreuzer, wird niemals passieren: Beide werden nie gleichzeitig für den gleichen Verein tätig sein.

"Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Du wirst automatisch anders angesehen als die anderen Spieler. Da werden immer besondere Leistungen erwartet und wenn du mal schlecht warst und spielst danach trotzdem wieder, heißt es: Er spielt nur weil der Vater Sportdirektor ist. Das wollen wir beide nicht."

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