Dynamos "Bad Boy" Ebert fürs Sachsenderby gesperrt, System bleibt dasselbe!

Dresden - So sind die Regeln! Ausgerechnet fürs Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue muss Dynamo-Coach Maik Walpurgis auf seinen wohl wichtigsten Mann im Mittelfeld, Patrick Ebert, verzichten. Der muss wegen einer Gelb-Sperre zuschauen.

Gelb-Sperre! Patrick Ebert (l.), hier im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Ball, wird im Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue fehlen!
Gelb-Sperre! Patrick Ebert (l.), hier im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Ball, wird im Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue fehlen!  © Lutz Hentschel

Mit seiner Erfahrung und seinen Aktionen kann Ebert den Unterschied ausmachen. Das sieht auch sein Trainer so: "'Ebi' geht voran - auf und neben dem Platz", schätzt Walpurgis die Führungsqualitäten des 31-jährigen Potsdamers.

Der sei "enorm wichtig für die Mannschaft und derzeit in einer sehr guten Verfassung".

Doch in Eberts Spielweise gibt es ein Manko: Bereits in der fünften Liga-Partie holte er sich seine vierte Gelbe Karte ab.

Damit war klar: Noch eine weitere und Ebert ist für ein Spiel gesperrt.

Daraufhin suchte Walpurgis mit seinem Mittelfeld-Regisseur den Dialog. "Mensch, was 'n da los?", fragte der Trainer seinen Spieler.

Eberts Antwort: "Das hat sich eben so entwickelt." Der Coach hakte nach: "Wollen wir damit demnächst mal eine Pause einlegen?"

Schiri Frank Willenborg zeigt Patrick Ebert im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim Gelb.
Schiri Frank Willenborg zeigt Patrick Ebert im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim Gelb.  © Picture Point/Gabor Krieg

Ebert: "Nee, wir nehmen es, wie es kommt". Und der "Bad Boy" hielt an seiner Art, Fußball zu spielen, fest.

Dreimal ging es noch gut, doch in Magdeburg war es dann soweit: fünfter Gelber Karton, Aus fürs Sachsenderby.

"Patrick ist in einer sehr guten Verfassung, entwickelt sich von Spiel zu Spiel weiter", beschreibt Walpurgis seinen Schützling, der nun ausgerechnet im Prestige-Duell auf Ebert verzichten muss.

"Jetzt muss er eben ein Spiel Pause machen. Danach wird er uns wieder zur Verfügung stehen."

An der Grundformation, also der taktischen Ausrichtung, will der Coach dennoch nichts ändern, nur das Personal wird rotieren.

"Wir werden weiter im alten System bleiben und erst dann die nächsten Schritte einleiten, wenn das zu vielen Prozenten sitzt."

Dynamo Coach Maik Walpurgis (l.) im Gespräch mit Patrick Ebert sagen. Warnt er seinen Schützling möglicherweise vor einer drohenden Gelben Karte?
Dynamo Coach Maik Walpurgis (l.) im Gespräch mit Patrick Ebert sagen. Warnt er seinen Schützling möglicherweise vor einer drohenden Gelben Karte?  © Imago