Dynamo in Heidenheim! Gibt Schmidt seinem Team die entscheidenden Tipps?

Dresden - Patrick Schmidt hatte noch eine Audienz bei Markus Kauczinski. "Er wird zu Gehör kommen", sagt der Dynamo-Trainer.

Schmidt (rechts) im August 2018 beim Spiel gegen Dynamo. Damals trug er noch das Heidenheim-Trikot.
Schmidt (rechts) im August 2018 beim Spiel gegen Dynamo. Damals trug er noch das Heidenheim-Trikot.  © Lutz Hentschel

Er soll seinem Coach die letzten und vielleicht auch entscheidenden Tipps geben, wie Heidenheim am Sonntag in der Voith-Arena zu packen ist. Der Stürmer ist vom 1. FCH ausgeliehen, soll jetzt mithelfen, dass sich die SGD rettet.

Eineinhalb Jahre kickte Schmidt für Heidenheim, zunächst regelmäßig, in der Hinrunde dieser Saison nicht mehr. Da kam er nur auf fünf Einsätze. Daher sagte er bei der Dresdner Rettungsmission zu.

Die falsche Kabinentür wird der 26-Jährige gewiss nicht nehmen. Dafür wirkt er zu fokussiert. Dennoch dürfte es für ihn eine komische Situation sein. Schmidt steht in Heidenheim unter Vertrag und muss nun seinem Brötchengeber wehtun.

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Die schnelle Rückkehr auf die Ostalb sehe er relativ locker, sagt Schmidt. "Ich will den Fokus gar nicht so sehr auf meine Person legen. Ich bin jetzt Spieler von Dynamo Dresden, und wir fahren dorthin, um was mitzunehmen."

Besondere Gedanken über das Spiel hat er sich noch nicht gemacht, auch nicht, wie er sich verhält, sollte er ein Tor schießen. "Das muss aus der Emotion herauskommen. Darüber denke ich im Vorfeld nicht nach", sagt er völlig relaxt.

Dynamo: Schmidt hat das letzte Mal am 15. September 2018 getroffen

Hier hatte Schmidt den KSC-Torhüter am Mittwoch bereits fast umkurvt, am Ende rettet Pisot auf der Linie und verhinderte den ersten Schmidt-Treffer für Dynamo.
Hier hatte Schmidt den KSC-Torhüter am Mittwoch bereits fast umkurvt, am Ende rettet Pisot auf der Linie und verhinderte den ersten Schmidt-Treffer für Dynamo.  © Lutz Hentschel

Es wäre Schmidts Premierentor für Dynamo. Am Mittwoch beim 1:0 gegen den Karlsruher SC hat er es knapp verpasst.

In der 73. Minute hatte er Keeper Benjamin Uphoff schon umspielt, schob die Kugel aufs Tor, doch David Pisot kam von irgendwo her angeflogen und grätschte den Ball von der Linie.

"Ich bin ehrlich, ich habe den Verteidiger nicht gesehen. Der muss rein. Da wir gewonnen haben, lässt es sich verschmerzen", meinte Schmidt. Ihn stimmte aber gleichzeitig froh, dass er sich überhaupt Möglichkeiten erarbeitet hat. "Ich habe lange nicht gespielt. Die Kaltschnäuzigkeit kommt mit der Spielpraxis", ist er sich sicher.

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Mit einem Treffer würde Schmidt auch eine lange Durststrecke beenden. Zuletzt traf er am 15. September 2018 beim 3:2-Erfolg des 1. FCH beim Hamburger SV. Dass er weiß, wo der Kasten steht, hat er zuvor in der Regionalliga bewiesen.

Beim 1. FC Saarbrücken erzielte der Angreifer in 83 Partien 47 Tore. Besser war sein Schnitt nur während seiner zwei Jahre beim FC Homburg, für den Schmidt in 37 Spielen 23 Mal traf.

Dynamo knapp vorn

Zum zwölften Mal treffen am Sonntag beide Teams in der 2./3. Liga aufeinander. In der Gesamtbilanz hat Dynamo die Nase knapp vorn. Fünf Siege konnte Dresden bei vier Niederlagen und zwei Unentschieden feiern. Den letzte Erfolg auf der Ostalb gelang der SGD am 1. Oktober 2017 mit 2:0.

Sechs Auswärts-Pleiten von Dynamo

Dresden ist seit sechs Spielen in der Fremde ohne jeglichen Punkt. Der bis dato letzte gelang beim 2:2 in Bochum. Der vereinseigene Negativrekord liegt bei acht Auswärtsspielen ohne Zähler und datiert aus der allerersten Zweitliga-Saison der Schwarz-Gelben 2004/05. Damals hielt Dynamo die Klasse.

1500 Dynamo-Fans auf der Ostalb

Der 1. FC Heidenheim rechnet am Sonntag mit 13.000 Zuschauern in der Voith-Arena. Laut Dynamo werden 1500 SGD-Fans ihre Mannschaft unterstützen.

Schiedsrichter Thorben Siewer pfeift Heidenheim gegen Dynamo

Schiedsrichter ist Thorben Siewer aus Olpe. Der 32-Jährige pfiff Dynamo zuletzt am 11. Februar 2018 beim 0:1 in Fürth.

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