Dynamo-Pleite in Köln: Die halbe Mannschaft bricht in Tränen aus

Köln - Wenn selbst dem Sportgeschäftsführer Ralf Minge nicht mehr als "sprachlos" einfällt, dann muss es schon bitter-böse sein. Nach der 1:8-Niederlage gegen den 1. FC Köln brachen bei Dynamo alle Dämme, statt Worte flossen Tränen.

Große Szene nach dem Spiel: Dynamo-Keeper Markus Schubert wird von Kölns Stürmer Simon Terrodde und Jhon Cordoba getröstet.
Große Szene nach dem Spiel: Dynamo-Keeper Markus Schubert wird von Kölns Stürmer Simon Terrodde und Jhon Cordoba getröstet.  © Imago

Der erste, den es nach Abpfiff traf, war Torhüter Markus Schubert. Er musste von seinen Kollegen aufgebaut werden. Danach stieg auch bei Patrick Ebert und Baris Atik das Wasser in die Augen. Zu groß war die Enttäuschung nach der höchsten Niederlage der Vereinsgeschichte. „Die halbe Mannschaft hat geheult wie die Schlosshunde“, bestätigte Trainer Maik Walpurgis.

Zu allem Überfluss erwischte es auch noch Kapitän Marco Hartmann. Zuerst wirkte er noch gefasst, versuchte an den Mikrofonen seine Emotionen zurückzuhalten. Doch war es auch um ihn geschehen. „Es war beschämend, dort hinzugehen“, meinte Hartmann schluchzend die Auslaufrunde vor dem Gästeblock.

Doch er war auch stolz auf die aufbauenden Reaktionen der Fans, die wussten, dass Draufhauen die falsche Reaktion gewesen wäre. "Auch wenn 'stolz sein' in dieser Situation sehr schwer ist", ergänzte der 30-Jährige, der eine "Leere" verspürte. Sören Gonther sagte: "Das ist einer der bittersten Momente meiner Fußball-Karriere. Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas einmal erlebe."

Auch Walpurgis hat in seinen 26 Jahren Trainer-Karriere schon viel mitgemacht, aber "so einen Tag habe auch ich noch nicht erlebt", gab der 45-Jährige zu. "Ich möchte um Verständnis bitten, dass auch ich nach so einem Spiel nicht viel analysieren kann."

Die Niederlage will er erst einmal sacken lassen. Für die Aufarbeitung hat er in der kommenden Länderspielpause ja genügend Zeit.

Marco Hartmann musste von den Fans getröstet werden (li.), Markus Schubert bekam Zuspruch von Keeper-Kollege Tim Boss.
Marco Hartmann musste von den Fans getröstet werden (li.), Markus Schubert bekam Zuspruch von Keeper-Kollege Tim Boss.  © Worbser Sportfotografie/Jörg Schuler

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