Gefährlicher Böllerwurf bei Dynamo-Spiel: Polizei schnappt Tatverdächtigen

Dresden - Großer Erfolg für die Dresdner Polizei und Dynamo Dresden. Die Beamten konnten jetzt einen Mann ermitteln, der offenbar für den gefährlichen Böllerwurf im Spiel gegen Wehen Wiesbaden verantwortlich ist.

Lukas Watkowiak hielt sich nach dem Vorfall das Ohr, konnte aber z um Glück weiter spielen.
Lukas Watkowiak hielt sich nach dem Vorfall das Ohr, konnte aber z um Glück weiter spielen.  © Lutz Hentschel

Eigentlich hatten die Dynamo-Fans direkt nach der Aktion einen Mann ausfindig gemacht (TAG24 berichtete). Sie übergaben den 23-Jährigen der Security. Doch der hatte mit der Tat offenbar nichts zu tun.

Denn wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein ein 18-Jähriger als Tatverdächtiger identifiziert.

In der Partie am 8. November wurde kurz vor der Halbzeit ein Böller aus dem K-Block auf das Spielfeld geworfen. Der Knallkörper landete direkt neben Wiesbadens Keeper Lukas Watkowiak. Er wurde dabei leicht verletzt und musste behandelt werden. Das Spiel konnte glücklicherweise fortgesetzt werden.

Der tatverdächtige Teenager muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Dynamo will Böllerwerfer zur Kasse bitten

Update 12.21 Uhr: Wie der Verein am Mittag bekannt gab, wird die SG Dynamo Dresden ein bundesweites Stadionverbot einleiten, sollte sich der Verdacht gegen den Jugendlichen bestätigen.

Außerdem wolle man versuchen, "eine Umlage der Strafe des DFB-Sportgerichts für den Böllerwurf zu erreichen."

Und das könnte ziemlich teuer werden. Weil Dynamo-Fans immer wieder Pyrotechnik zünden, könnte die Strafe sehr hoch ausfallen.

Während der Partie wurde Pyrotechnik abgebrannt.
Während der Partie wurde Pyrotechnik abgebrannt.  © Lutz Hentschel

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