Dynamo-Premiere für Coach Kauczinski: Was war, interessiert ihn nicht

Dresden - Jetzt zählt es! Premiere für Markus Kauczinski als Dynamo-Coach. Noch nie hat er ein Auftaktspiel als neuer Trainer verloren. Das soll auch am Sonntag in Osnabrück so bleiben.

Markus Kauczinski (l.) hat in seinen ersten Dresdner Tagen sehr viel mit Co-Trainer Heiko Scholz gesprochen und sich ein genaues Bild von jedem einzelnen Spieler gemacht. Die heutige Startelf hat der Dynamo-Coach schon seit Freitag im Kopf.
Markus Kauczinski (l.) hat in seinen ersten Dresdner Tagen sehr viel mit Co-Trainer Heiko Scholz gesprochen und sich ein genaues Bild von jedem einzelnen Spieler gemacht. Die heutige Startelf hat der Dynamo-Coach schon seit Freitag im Kopf.  © Lutz Hentschel

Ein gutes Omen? "Ja, klar. Ich profitiere davon, dass ich solche Situationen schon erlebt habe, erfolgreich erlebt habe", sagt der 49-Jährige. Dass er die Partie heute zwar als enorm wichtig ansieht, es aber für ihn "noch kein Endspiel ist", soll den Spielern den Druck nehmen.

Kauczinski hat der Mannschaft versucht zu übermitteln, dass noch Zeit ist. Außerdem hat er in seinen ersten Tagen alles auf null gestellt.

Was war, interessiert ihn nicht mehr. "Was gestern war, muss nicht unbedingt das sein, was morgen ist. Ich werde nicht über die Vergangenheit reden und alte Fehler rausholen. Wir haben lieber geguckt, was wir richtig machen können. Und das machen wir jetzt."

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Die Schwarz-Gelben haben sieben der letzten neun Partien verloren, nur vier Punkte geholt, sind Tabellenletzter.

"Man kann nicht alles kontrollieren und auch nicht versprechen. Aber die Mannschaft wird mit einer guten Energie vorangehen. Ich habe den Jungs gesagt, dass alles passieren kann. Und wenn alles passieren kann, heißt das auch, dass wir gewinnen können. Und daran glaube ich", so Kauczinski.

Kauczinski: "Ich habe meine erste Elf für Osnabrück schon fest im Kopf."

Den Kontakt mit seinem Vorgänger Cristian Fiel (r.) hat Markus Kauczinski nicht gesucht. Ein Treffen wäre aus Sicht des neuen Trainers kontraproduktiv gewesen.
Den Kontakt mit seinem Vorgänger Cristian Fiel (r.) hat Markus Kauczinski nicht gesucht. Ein Treffen wäre aus Sicht des neuen Trainers kontraproduktiv gewesen.  © Lutz Hentschel

Er als Trainer hat sich in den letzten Tagen viel mit seinem Co Heiko Scholz besprochen. Den Kontakt mit seinem Vorgänger Cristian Fiel hat er nicht gesucht, das hat er auch auf seinen vorherigen Stationen nicht gemacht. "Es ist ganz wichtig, dass man sich nicht trifft", grinst Kauczinski, "dass man da unvorbelastet da reingeht. Dass man nicht Dinge übernimmt vom Vorgänger, weil doch jeder andere Vorgehensweisen hat. Wichtig ist, dass die Spieler von vorn beginnen und man Fehler nicht mit sich herumschleppt. Es ist für mich nicht zielführend, über die Mannschaft zu reden", begründet Kauczinski seine Entscheidung.

Der Coach macht sich also sein eigenes Bild vom Team, will Stärken und Schwächen jedes Einzelnen selbst erkennen. Das hat er nun und sagt: "Ich habe meine erste Elf für Osnabrück schon fest im Kopf."

Und genau die soll die Serie fortführen: Ein Kauczinski-Debüt ist immer erfolgreich!

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