Hat Dynamo eine Krise, Herr Minge?

Ralf Minge strahlt trotz fünf Spielen ohne Sieg Gelassenheit aus.
Ralf Minge strahlt trotz fünf Spielen ohne Sieg Gelassenheit aus.

Von Dirk Löpelt

Dresden - In schwierigen Situationen muss man den Kopf oben behalten, um weiter nach vorn blicken zu können.

Dachte sich wohl auch Ralf Minge. Dynamos Sportdirektor strahlte nach der unerwartet hohen Pleite in Unterhaching demonstrativ Gelassenheit aus.

„Wer lange genug im Fußball ist, der kennt solche Tage. Die passieren nicht so oft“, meinte der 54-Jährige kurz nach dem Abpfiff.

„Wir haben so viele Chancen ausgelassen, so viele hatten wir in den letzten fünf Spielen zusammen nicht. Aber im Bemühen, das Ding zu drehen, haben wir auch etwas die Linie verloren. Dazu kamen durch Undiszipliniertheiten die Gelben Karten.“

In Panik verfällt Minge trotz der mageren Bilanz - aus fünf Spielen holte Dynamo zuletzt gerade mal drei von 15 möglichen Punkten - dennoch nicht. Auch das Wort Krise kommt nicht über seine Lippen.

„Diese Spiele kann man nicht pauschal in einen Topf werfen, das muss man differenziert betrachten.“ Das in Haching sei „total blöd gelaufen. Und das nackte Resultat ist natürlich enttäuschend. Aber die haben uns ja nicht gegen die Wand gespielt.“

Den Absturz auf Platz zehn und damit ins Mittelmaß sieht Minge nicht so dramatisch: „In dieser Liga ist alles dicht beieinander, da kann alles passieren.“

Die Tabelle bestätigt das.

Dynamo hat gerade einmal drei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Wehen Wiesbaden. Und jetzt zwei Wochen Zeit, die Wunden zu lecken.

Foto: DPA


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