Dynamos schwierige Suche nach Verstärkungen: "Fischen viele im gleichen Teich"

Dresden - Der Blick auf die Tabelle - ein Albtraum für alle Dynamo-Fans! Vier Punkte Rückstand auf Rang 17, sechs auf 16, sieben auf 15. Das rettende Ufer, an dem es sich der nächste Gegner Karlsruhe gemütlich gemacht hat, ist also mehr als zwei Spiele weg. Wie das noch erreicht werden soll, das weiß derzeit keiner. Personell wird und muss einiges passieren. Aber das allein wird nicht reichen. Denn ab 29. Januar muss eine runderneuerte Truppe die Aufholjagd starten.

Die Dynamo-Mannschaft zeigte nach der Niederlage in Nürnberg demonstrativ Geschlossenheit.
Die Dynamo-Mannschaft zeigte nach der Niederlage in Nürnberg demonstrativ Geschlossenheit.  © imago images/Dennis Hetzschold

Am besten mit elf willigen, bissigen, aggressiven, Leistung bringenden Leuten wie Torhüter Kevin Broll. Das ist nämlich genau diese Position, auf der Trainer Markus Kauczinski und Sportgeschäftsführer Ralf Minge nicht suchen werden und müssen.

Aber sonst: "Wir suchen für alle Mannschaftsteile. Wir halten generell die Augen offen, weil wir glauben, dass wir in allen Bereichen, sowohl in der Abwehr, im Mittelfeld, als auch im Sturm Verstärkungen brauchen", sagt der Trainer.

Der Druck ist da, Neuzugänge an Land zu ziehen. Denn die dürfen keine Mitläufer sein, davon hat Dynamo genug. Sie müssen gleich voll einschlagen. Abgeschlagen auf Platz 18 ist zudem nicht die allerbeste Voraussetzung, gute Kicker nach Dresden zu locken.

"Wir sind in Gesprächen, haben Ideen, die haben aber andere auch. Es fischen viele im gleichen Teich. Es kann schnell gehen, kann aber auch sein, dass die Dinge ihre Zeit brauchen. Wir haben Argumente, das Stadion, die Stimmung. Aber natürlich sind wir nun mal da unten, deswegen wird es ein harter Kampf, Spieler davon zu überzeugen", weiß Kauczinski.

"Wir suchen Spieler, die sofort da sein können"

Was es ebenfalls kompliziert macht: Die Spieler und ihre Berater wissen, was für Dynamo auf dem Spiel steht und dass Geld da ist. 1,7 Millionen Euro stehen laut Ralf Minge zur Verfügung. Da könnte es natürlich passieren, dass die Gegenseite erstmal schön die Hand aufhält. Da müssen die Verantwortlichen aufpassen, dass sie sich keine Söldner an Land ziehen, die nur darauf schauen, dass das eigene Konto gefüllt ist.

Ob die zu erwartenden Neuzugänge derzeit in deutschen Ligen oder noch in ausländischen unterwegs sind, ist Kauczinski egal: "Wir suchen Spieler, die sofort da sein können. Es spielt keine Rolle, ob es deutsche oder ausländische Kicker sind. Man muss das Gefühl haben, dass sie mit Drucksituationen umgehen und uns sofort helfen können. Qualität und Überzeugung müssen da sein."

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (M.) muss aus einem niedergeschlagenen Haufen wieder eine schlagkräftige Truppe formen - ohne Neuzugänge wird das schwierig.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (M.) muss aus einem niedergeschlagenen Haufen wieder eine schlagkräftige Truppe formen - ohne Neuzugänge wird das schwierig.  © picture point/Sven Sonntag

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