Dynamo: Hass-Derby sorgt im Vorfeld für Zündstoff

Dresden - Sportlich geht's in der Zweitliga-Partie am Samstag (13 Uhr) Magdeburg gegen Dresden um drei Punkte. Für die Fans ist es das Hass-Derby.

Ausgesperrt! Mehrere hundert Dynamo-Fans mussten beim letzten Auswärtsspiel in Magdeburg draußen bleiben. Ihnen wurde der Zugang zum Gäste-Block verweigert.
Ausgesperrt! Mehrere hundert Dynamo-Fans mussten beim letzten Auswärtsspiel in Magdeburg draußen bleiben. Ihnen wurde der Zugang zum Gäste-Block verweigert.  © Imago

Neben dem Platz soll es bei den rivalisierenden Fan-Gruppen wieder ordentlich zur Sache gehen. Die Polizei ist gerüstet.

Seit Tagen gibt es im Internet gegenseitige Hass-Parolen zu lesen.

Selbst in der Magdeburger Innenstadt wurden Drohungen in Richtung der schwarz-gelben Fans und der Polizei per Graffiti geschmiert.

Mehr als 100 Sprüche wie "Bullen und Dynamo aufs Maul!" und "Dynamo jagen!" stehen an vielen Hauswänden geschrieben.

Die Fan-Initiativen beider Vereine versuchen dem Ganzen zu schlichten und weisen auf eine frühe Anreise hin, um massiven Verkehrsbehinderungen und Schwierigkeiten mit den Polizeibeamten aus dem Weg zu gehen.

So lief es 2016: Beim Drittliga-Spiel am 16. April, als Dynamo den Aufstieg in die 2. Liga klarmachte, mussten mehrere hundert Gäste-Fans draußen bleiben.

Einige Chaoten hatten versucht, nach dem der Einlass sich hinzog, die Stadiontore zu stürmen. Es kam zum Gerangel mit der Polizei, Böller flogen.

Eine Nebelbombe vorm Gäste-Block versperrte 2015 nicht nur Stefan Kutschke auf dem Weg zum Warmmachen die Sicht.
Eine Nebelbombe vorm Gäste-Block versperrte 2015 nicht nur Stefan Kutschke auf dem Weg zum Warmmachen die Sicht.  © Imago

Die Schwarz-Gelben Anhänger beschwerten sich nachher wegen "übertriebenem Einsatz von Pfefferspray und dem Abschuss von Tränengas-Kartuschen". Auch Anhänger mit einem gültigen Ticket wurde damals der Einlass verweigert.

Das soll morgen nicht passieren. Die Partie ist wie immer als Risikospiel eingestuft. Mehrere Hundertschaften werden rund um das Stadion im Einsatz sein, die auf eine Luftunterstützung von Landes- und Bundespolizei zählen können.

Um die 2300 Gäste-Fans, die in der MDCC-Arena erwartet werden, bleiben etwa 2000 Plätze als "Pufferblock" frei. Karten gibt's keine mehr.

Wie die "Fanhilfe Magdeburg" vor der Partie ankündigte, wird erstmals eine sogenannte Parlamentarische Beobachterin eingesetzt. Die Linken-Landtagsabgeordnete Kristin Heiß soll vor allem die Einlass-Situation unter die Lupe nehmen.

Zudem sei eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fanszene gebildet worden, die Zugänge zum Gästeblock zu verbessern.

Immer mit von der Partie! Auch für das morgige Duell der Fan-Rivalen hat sich die Polizei mit einem Großaufgebot angekündigt.
Immer mit von der Partie! Auch für das morgige Duell der Fan-Rivalen hat sich die Polizei mit einem Großaufgebot angekündigt.  © Imago

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