Supergeheimer Test bei Union! Dynamo tankt nach Köln-Klatsche neues Selbstvertrauen

Dresden - Dynamo unterwegs in geheimer Mission. Das Spiel eins nach dem Debakel von Köln stieg komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dynamos Torschütze Baris Atik (r.) und Unions Felix Kroos (Zweiter von links) kämpfen um den Ball.
Dynamos Torschütze Baris Atik (r.) und Unions Felix Kroos (Zweiter von links) kämpfen um den Ball.  © Lutz Hentschel

Im Stadion An der Alten Försterei testeten die Schwarz-Gelben überraschend bei Liga-Konkurrent Union Berlin - und holten ein beachtliches 1:1.

Wegen Sicherheitsbedenken der Polizei galt für die Partie in der Wuhlheide bis zum Schlusspfiff strikte Geheimhaltung, auch in den sozialen Netzwerken durfte nichts gepostet werden.

Die wenigen zugelassenen Journalisten wurden im Pulk ins komplett leere Stadion geführt...

Ein Grund für die Auflagen: Fast zeitgleich trug Erzrivale FC Erzgebirge Aue ein Testspiel bei Hertha BSC aus.

In einem der normalerweise stimmungsvollsten Fußballtempel Deutschlands herrschte angesichts des selbstauferlegten Geisterspiels natürlich gespenstische Atmosphäre.

Gegen die B-Elf der Eisernen war wie schon beim 1:8-Desaster von Köln gleich wieder Dynamos Abwehr von allen guten Geistern verlassen.

So konnte Kenny Prince Redondo bereits in der dritten Minute (da fiel auch in Köln das erste Gegentor) unbedrängt zum 1:0 für Union einschieben. Das ging viel zu einfach.

Ex-Dynamo-Kicker Akaki Gogia (l.) im Duell mit Dynamos Justin Löwe.
Ex-Dynamo-Kicker Akaki Gogia (l.) im Duell mit Dynamos Justin Löwe.  © Lutz Hentschel

Immerhin: Die Dresdner, die mit sieben Profis aus der letzten Startelf begannen, bissen sich schnell zurück in die Partie und konnten diese folglich offen gestalten. Und hatten durch Erich Berko (36.) und Baris Atik (37.) richtig gute Ausgleichschancen.

Atik war es dann auch, der nach schönem Tempo-Solo in der zweiten Halbzeit das 1:1 besorgte (59.). Dynamo schnupperte danach sogar am Sieg, konnte aber auch unabhängig vom Ergebnis durchaus neues Selbstvertrauen tanken.

Dynamo-Trainer Maik Walpurgis war jedenfalls erleichtert, dass der Test nicht nach hinten losging: "Ja, es war heute natürlich wichtig zu schauen, dass wir unsere Füße wieder voreinander bekommen. Das haben wir über weite Strecken des Spiels gut gemacht, uns wieder Selbstvertrauen erarbeitet. Es war total wichtig, so was abzuhaken und schnell wieder in die Abläufe, in die Verfassung zu kommen, die wir vorher hatten. Köln hat uns viel Rhythmus und Selbstvertrauen gekostet. Es war deshalb wichtig zu sehen, dass wir es viel besser machen können", sagte der 45-Jährige.

Denn nach 1:8 hätten alle zu kämpfen gehabt: "Die ersten Tage waren sehr schwer."

Dynamos Spieler Lucas Röser (l.) und Jannis Nikolaou (Zweiter von r.) beglückwünschen Baris Atik (r.) zu dessen 1:1-Ausgleichstreffer.
Dynamos Spieler Lucas Röser (l.) und Jannis Nikolaou (Zweiter von r.) beglückwünschen Baris Atik (r.) zu dessen 1:1-Ausgleichstreffer.  © Lutz Hentschel

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