Erleichterung bei Dynamo! Ebert und Jeremejeff ballern die SGD zum Sieg

Dresden - Endlich! Der Bann ist gebrochen: Mit einer durchweg überzeugenden Leistung und einer gewaltigen Explosion in Durchgang zwei feierte Dynamo seinen ersten Saisonsieg. Vor 26.350 Zuschauern gewann Dresden mit 2:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim.

Alexander Jeremejeff (l.) feierte ein starkes Debüt für Dynamo Dresden und traf nach vielen vergebenen Chancen zum 2:0. Hier behauptet er sich gegen Heidenheims Oliver Hüsing.
Alexander Jeremejeff (l.) feierte ein starkes Debüt für Dynamo Dresden und traf nach vielen vergebenen Chancen zum 2:0. Hier behauptet er sich gegen Heidenheims Oliver Hüsing.  © Lutz Hentschel

Die Tore erzielten Patrick Ebert (68.) mit einem ganz feinen Freistoß und Neuzugang Alexander Jeremejeff (82.).

Cristian Fiel warf erneut die Rotationsmaschine an. Gegenüber dem Pokalspiel gegen Dassendorf wechselte er viermal: Florian Ballas, René Klingenburg und Niklas Kreuzer mussten auf die Bank. Moussa Koné stand gar nicht im Kader.

Fiel will sich erst nach der Partie zu dieser Personalie äußern. Also ist irgendwas passiert. Für das Quartett kamen Patrick Ebert, Kevin Ehlers, Baris Atik und Schweden-Neuzugang Alexander Jeremejeff rein.

Der Blick ging zur Pause auf die Statistik: Dresden hatte 66 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von 90 Prozent, gewann 54 Prozent aller Zweikämpfe - alles überragende Quoten, auch das Gegenpressing war Sahne.

Nur: Es wurde zu selten gefährlich. Es war Ballbesitz-Fußball, der kaum etwas brachte, weil die zehn Prozent Fehlabspiele genau die in die Box waren.

Der letzte Pass war das Problem. Gefährlich wurde es nur dreimal kurz vor der Pause. Eine Ecke von Chris Löwe köpfte Jannis Nikolaou (38.) knapp vorbei, Patrick Ebert (43.) scheiterte mit einem Flugkopfball nach Löwe-Flanke an Kevin Müller.

Dynamo Dresdens Alexander Jeremejeff macht auf sich aufmerksam

Pure Erleichterung: Patrick Ebert (l.) trifft mit diesem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:0 für Dynamo Dresden...
Pure Erleichterung: Patrick Ebert (l.) trifft mit diesem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:0 für Dynamo Dresden...  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der leistete sich im Anschluss einen totalen Klops, verlor die Kugel fünf Meter vorm Tor an Jeremejeff, der aus spitzen Winkel nur das Außennetz traf.

Von Heidenheim kam nicht viel. Aber die Angst war da, dass dem 1. FCH eine gute Aktion reichen würde. Wäre auch fast so gekommen.

Eine Ecke von Norman Theuerkauf bugsierte Oliver Hüsing (51.) aufs Tor, doch Kevin Broll rettete riesig.

Das weckte Dynamo wieder, das nun deutlich zielstrebiger nach vorn spielte, das Gaspedal voll durchtrat und vor allem durch Jeremejeff (57./59.) zwei dicke Dinger hatte.

Nach Flanke von Atik sprang ihm die Kugel frei vorm Tor zu weit von der Brust, er kam nicht mehr heran. Wenig später scheiterte er wieder frei vor der Kiste an Müller.

Um noch mehr Power zu entfachen kam Klingenburg (65.) für den angeschlagenen Horvath.

Patrick Ebert und Alexander Jeremejeff sichern Dynamo Dresden den ersten Dreier!

...dementsprechend ausgelassen war der Jubel bei Ebert und seinen Mannschaftskollegen.
...dementsprechend ausgelassen war der Jubel bei Ebert und seinen Mannschaftskollegen.

Fiel bewies damit ein goldenes Händchen. Drei Minuten auf dem Feld wurde "Klinge" 23 Meter vorm Tor gefoult.

Patrick Ebert legte sich die Kugel zum Freistoß hin und schlenzte sie wunderschön in den Knick - eine geile Bude! 1:0!

Und Dynamo blieb dran, scheuchte Heidenheim übers Grün.

Immer wieder war es Klingenburg, der stark aufspielte. Er fand mit seinen Pässen Atik (74.) und Jeremejeff (75.), die beide an Müller scheiterten.

Seine fünfte Chance machte der Schwede dann rein. Einen langen Ball nahm Atik mit, scheiterte auch am saustarken Müller, doch diesmal stand Jeremejeff goldrichtig und drückte den Abpraller rein - 2:0 (82.).

Den Schlusspunkt setzte Heidenheims Denis Thomalla (89.) vom Elfmeterpunkt. Zuvor hatte Dzenis Burnic Sebastian Griesbeck gefoult.

Warum fehlte Moussa Koné?

Update 17.50 Uhr: In der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Heidenheim bezog Cristian Fiel Stellung, warum Moussa Koné am Spieltag nicht dem Kader angehörte. "Jetzt haben wir zwei Spieler mehr für die Offensive und jetzt haben wir auch diesen Konkurrenzkampf, den wir haben wollen und heute hat es Moussa und Ossi getroffen und nächste Woche könnte es auch wieder anders aussehen", erklärte der Dynamo-Coach.

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