Dynamo sucht Torjäger wie Gütschow! "Ein Typ Kutschke würde gut tun"

Dresden - Der Urlaub ist vorbei. Seit Montag schwitzen die Dynamo-Profis wieder - vorerst aber nur beim Leistungstest. Offizieller Trainingsauftakt beim Zweitligisten ist am Mittwoch, 10 Uhr, im Großen Garten.

Torsten Gütschow ist auch mit 56 Jahren noch am Ball. Am Wochenende kickte er mit der Burdenski-Auswahl beim "Jahrhundertspiel" bei Eintracht Nordgermersleben. "Wir haben 8:4 gewonnen - und ich leider nicht getroffen." Begründung: "Ich musste im Mittelfel
Torsten Gütschow ist auch mit 56 Jahren noch am Ball. Am Wochenende kickte er mit der Burdenski-Auswahl beim "Jahrhundertspiel" bei Eintracht Nordgermersleben. "Wir haben 8:4 gewonnen - und ich leider nicht getroffen." Begründung: "Ich musste im Mittelfel  © imago images / Christian Schroedter

Dann startet Dresden mit drei Neuzugängen - weitere werden aber noch gesucht.

Die größte "Baustelle" gibt's dabei ganz vorn. Die SGD ist auf der Suche nach einem Torjäger, einem echten Knipser.

So wie Torsten Gütschow (56) früher einer war: "Vorn brauchst du einen, der die Kiste trifft! Denn viele Spiele werden ganz eng, stehen bei 50:50. Da entscheidet dann die eine Chance mehr. Und da brauchst du einen, der die dann auch reinmacht."

In der abgelaufenen Saison war Moussa Koné mit neun Treffern bester Torjäger bei den Schwarz-Gelben, gefolgt von Erich Berko und Baris Atik (jeweils 6).

Zuletzt war eine Rückkehr von Stefan Kutschke im Gespräch.

Gütschow sieht das eher skeptisch: "Das ist immer so eine Sache mit diesen Rückholaktionen. Er hat sich damals gegen Dynamo entschieden, hatte es danach auch nicht leicht bei den Dresdner Fans. Aber so einer fehlt schon. Zumindest ein Typ wie Kutschke würde Dynamo gut tun. Den zu finden, wird nicht einfach. Aber ich denke, da ist der Verein intensiv dran."

2. Bundesliga für Torsten Gütschow "fast interessanter" als Liga eins!

In Dresden hatte Stefan Kutschke seine erfolgreichste Zweitliga-Zeit.
In Dresden hatte Stefan Kutschke seine erfolgreichste Zweitliga-Zeit.  © Lutz Hentschel

Gütschow selbst hat die Entwicklung bei Dynamo intensiv verfolgt und hatte dafür auch reichlich Zeit. Ende Februar war er schließlich bei Ex-Regionalligist Budissa Bautzen beurlaubt worden - sein Nachfolger stieg mit den Spreestädtern ab.

Gütschows Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni. Dann ist er frei für neue Aufgaben.

"Natürlich will ich zurück ins Trainergeschäft. Ich bin jetzt über drei Monate zu Hause - da beginnt es natürlich wieder zu kribbeln."

Auch in der neuen Saison wird Gütschow - natürlich abhängig von einem neuen Job - wieder regelmäßig im Rudolf-Harbig-Stadion sein.

Denn er erwartet eine hochinteressante 2. Bundesliga: "Die wird knallhart und ist mit Stuttgart, Hannover oder dem HSV fast interessanter als die 1. Bundesliga. Für Dynamo kann es da in jede Richtung gehen. Ein guter Start ist wie immer wichtig. Trainer Cristian Fiel hatte jetzt Einfluss auf die Gestaltung des Kaders. 'Fielo' kann und muss sich beweisen, er steht jetzt in der Pflicht. Aber er hat die Chance verdient, seine Sache bisher wirklich gut gemacht. Ich traue ihm zu, dass er das packt."

Torsten Gütschow (r., mit Hartmut Schade) ist regelmäßig im Harbig-Stadion zu Gast.
Torsten Gütschow (r., mit Hartmut Schade) ist regelmäßig im Harbig-Stadion zu Gast.  © Lutz Hentschel

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