Reine Kopfsache: Dynamo Dresdens Torflaute ist beendet!

Dresden - Vier der bislang 28 Dynamo-Tore wurden per Kopf erzielt - zwei davon am vergangenen Sonntag. Auch wenn die Bälle eher glücklich die Linie überquerten, sind die Schwarz-Gelben doch froh, den 443-minütigen Torfluch beendet zu haben.

Baris Atik (Nummer 28) hebt ab und trifft per Kopf, vor allem per Nase, zum 1:2. Damit war zumindest Dynamos Torfluch beendet.
Baris Atik (Nummer 28) hebt ab und trifft per Kopf, vor allem per Nase, zum 1:2. Damit war zumindest Dynamos Torfluch beendet.  © Picture Point/S. Sonntag

Baris Atik ist etwa 1,70 Meter groß - oder eher klein, denn ein Kopfballungeheuer sieht anders aus.

Trotzdem nickte er den Ball zum Anschlusstreffer gegen den VfL Bochum - erstes Dynamo-Tor seit 443 Minuten - mit dem Kopf ein.

Besser gesagt: mit der Nase! "Ich wurde glücklich angeschossen", gab der Deutsch-Türke zu, den Niklas Kreuzers scharfe Hereingabe mitten ins Gesicht traf.

"Das hatte uns noch einmal einen Schub gegeben." Hauptsache drin, lautete das Motto!

Auch wenn Atik mehr für seine Dribblings und scharfen Abschlüsse bekannt ist, schließt er nicht aus, dass in naher Zukunft erneut ein Torerfolg mit dem Kopf gelingt: "Das ist möglich, denn mein Timing ist nicht so schlecht, auch wenn ich so klein bin."

Auf Nachfrage, wie lang denn sein letzter Treffer mit der Stirn her ist, musste der 24-Jährige nur kurz überlegen.

"Das war vergangene Saison im DFB-Pokal mit dem 1. FC Kaiserslautern", glaubte Atik zu wissen. Recht hatte er! Damals schlich er sich im Rücken der Abwehr von Oberligist SV Eichede davon und versenkte das Leder wuchtig gegen die Laufrichtung des Keepers im langen Eck.

Jannis Nikolaou (hinten, verdeckt) hat geköpft, der abgefälschte Ball findet den Weg zum 2:2 ins Tor.
Jannis Nikolaou (hinten, verdeckt) hat geköpft, der abgefälschte Ball findet den Weg zum 2:2 ins Tor.  © DPA

Auch Jannis Nikolaou durfte für die Schwarz-Gelben jubeln, freute sich ausgelassen.

Nicht, weil Kopfballtore bei ihm so selten sind, sondern weil es allgemein sein erster Treffer im Dynamo-Trikot war.

"Es hat lange gedauert, bis ich meine Chance endlich genutzt habe", war das 2:2 auch noch ein wichtiges Tor. "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft damit etwas zurückgeben konnte."

Beinahe hätte ihm allerdings der eigene Mitspieler den Erfolg "geklaut". Rico Benatelli stand vor der Torlinie im Weg, fälschte den Ball aus kurzer Entfernung ab.

"Das war schon mein Tor", erhob Nikolaou Anspruch. Und tatsächlich wurde es als sein Treffer gewertet, obwohl Torhüter Manuel Riemann die Kugel ohne Benatellis Mithilfe wohl gehalten hätte.

Wenn die Flugbahn aber auf den Kasten zeigt, werden abgefälschte Bälle laut FIFA-Regel für den Schützen gewertet, von dem ursprünglich der Schuss ausging.

Für den Deutsch-Griechen war das der insgesamt zwölfte Treffer seiner Profikarriere - der achte davon mit dem Kopf. Gut möglich, dass Nikolaou eher mal wieder die Stirn hinhält als Atik.

Den Fans wird es egal sein, Hauptsache die Pille zappelt bald wieder im Netz - am besten schon am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth.

Baris Atik schrie den Jubel über sein erlösendes Tor heraus.
Baris Atik schrie den Jubel über sein erlösendes Tor heraus.  © DPA

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