Dynamo kämpft im Camp für den Klassenerhalt: "Können uns dort noch ein paar Körner holen"

Dresden - Die Lage ist nicht hoffnungslos, aber mindestens bedrohlich. Dynamo Dresden ist im Jahr 2019 in sportliche Schieflage geraten und in den Abstiegskampf der 2. Bundesliga gerutscht.

Im Sommer 2017 bereitete sich Dynamo in Bad Gögging auf die Zweitliga-Saison vor. Auch diesmal sollten sich die aktuellen Dynamos auf die eine oder andere Laufeinheit einstellen.
Im Sommer 2017 bereitete sich Dynamo in Bad Gögging auf die Zweitliga-Saison vor. Auch diesmal sollten sich die aktuellen Dynamos auf die eine oder andere Laufeinheit einstellen.  © Imago

Ab sofort heißt es deshalb: Keulen für den Klassenerhalt!

Und wieder heißt es deshalb: Ab ins Camp! Im bayrischen Bad Gögging, wo die SGD schon im Sommer 2017 weilte, will Coach Cristian Fiel ab heute seine Jungs für die restlichen Aufgaben in der Liga fit machen.

Neben dem Konditionstraining sollen auch die spielerischen Abläufe verfeinert werden.

Vor zwei Monaten erst waren die Schwarz-Gelben im Trainingslager in der Türkei, damals unter der Leitung von Ex-Trainer Maik Walpurgis. Besonders akribisch wurde dort in den zwölf Tagen nicht trainiert, das müssen die Spieler nun ausbaden.

Statt im Nachgang Kritik zu üben, beißt sich Sören Gonther da lieber auf die Zunge: "Ich werde keinen Kommentar zum Vorgänger mehr geben und auch keinen Blick zurückwerfen. Belek interessiert mich nicht mehr."

Auch wenn gegen Magdeburg der Ausgleichstreffer erst spät in der 87. Minute gelang, fiel in den vergangenen Partien auf, dass einige Dynamos Konditionsprobleme haben und zum Ende des Spiels mächtig durchhängen.

Sören Gonther (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Magdeburgs Felix Lohkemper. Gonther will sich im Camp die nötigen Körner für den Abstiegskampf holen.
Sören Gonther (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Magdeburgs Felix Lohkemper. Gonther will sich im Camp die nötigen Körner für den Abstiegskampf holen.  © Lutz Hentschel

"Ich denke schon, dass es viel um Fitness geht, dass ein paar Doppeleinheiten auf dem Plan stehen", sagte Patrick Ebert bei Dynamo.tv zur anstehenden Fahrt nach Bad Gögging.

Davon geht auch Gonther aus: "Dort können wir uns noch ein paar Körner holen. Eine Länderspielpause ist immer dazu da, Einheiten zu schieben. Es gibt kaum einen Trainer, der sagt: Macht mal alle eine Woche frei."

Fiel kommt es aber nicht nur auf Spritzigkeit an, sondern der 39-Jährige will die Zeit ebenfalls nutzen, um das Spiel gegen den Ball zu verbessern und Abläufe reinzukriegen.

"Wenn man die Möglichkeit dazu hat, ist das eine gute Sache", freut sich "Fielo" auf den Kurztrip fernab der Heimat. "Da können wir uns mal voll auf den Fußball konzentrieren."

Und dass das nötig ist, weiß auch Ebert: "Wir müssen das direkte Spiel nach vorn verbessern und schneller zum Abschluss kommen. Da ist bei uns noch deutlich Luft nach oben."

Kurztrainingslager sind besonders in Krisenzeiten sehr beliebt, um die Sinne wieder zu schärfen. Zuletzt sahen die Dynamos im Frühjahr 2015 den nötigen Anlass dazu, damals in der 3. Liga unter dem vorübergehenden Cheftrainer Peter Nemeth, der Stefan Böger abgelöst hatte.

Dynamo-Trainer Cristian Fiel diskutierte beim Magdeburg-Spiel hitzig mit seinem Kapitän Patrick Ebert.
Dynamo-Trainer Cristian Fiel diskutierte beim Magdeburg-Spiel hitzig mit seinem Kapitän Patrick Ebert.  © Lutz Hentschel

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