Dynamo kriegt das Stadion nicht mehr voll: Fans laufen davon!

Dresden - Dynamo ist für seine treuen Fans berühmt und berüchtigt. Doch die derzeitigen Leistungen der Profis sorgten dafür, dass in Heimspielen bei den Anhängern das Interesse für die eigene Mannschaft schwindet, was sich negativ auf die Zuschauerzahlen auswirkt.

Zuschauertief! Gegen Arminia Bielefeld kamen mit 24.706 so wenig Fans ins Stadion wie die ganze Saison noch nicht.
Zuschauertief! Gegen Arminia Bielefeld kamen mit 24.706 so wenig Fans ins Stadion wie die ganze Saison noch nicht.  © Picture Point/Gabor Krieg

Spielt das Team das Stadion leer?

Ein ausverkauftes Haus gab es in dieser Saison erst zweimal: Beim Nachholer gegen den Hamburger SV (30.723 Zuschauer) und im Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue (30.769).

Beide Spiele fanden entweder am Dienstag- oder Freitagabend unter Flutlicht statt. Seitdem purzeln die Zahlen immer weiter.

Saison-Tiefpunkt war der Pflichtspielauftakt 2019 gegen Arminia Bielefeld (24.706) - ebenfalls ein Abendspiel. Am vergangenen Sonntag gegen Regensburg (25.303) wurde zumindest mal wieder eine kleine Steigerung vermerkt.

Einige Anhänger schenken sich Zeit und Mühen, von außerhalb Dresdens anzureisen, weil sie beim gequälten Zuschauen ihrer Lieblingsmannschaft nicht auf ihre Kosten kommen.

"Erfolgsfans" werden diese Leute gern abwertend genannt, doch sind sie für die Einnahmen der Vereinskasse immer ein wichtiger Bestandteil.

Mit Angeboten wie "zwei Sitzplatzkarten zum Preis von einer" am Valentinstag oder "statt 22 Euro zahlen Mädels nur 9 Euro" anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März versucht die SGD, ihre Ränge vollzubekommen.

Den richtigen Ansatz hat allerdings der K-Block erkannt: "Ohne Frauenpower und Valentinsscheiss - bei guter Leistung füllt sich das Stadion auch zum Normalpreis", richteten sich zuletzt zwei aussagekräftige Spruchbänder an die Akteure auf dem Rasen.

Der K-Block hat das Problem erkannt: Wenn die Leistung nicht stimmt, bleiben die Fans weg. Da helfen auch keine Marketingkampagnen ...
Der K-Block hat das Problem erkannt: Wenn die Leistung nicht stimmt, bleiben die Fans weg. Da helfen auch keine Marketingkampagnen ...  © Lutz Hentschel

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