Dynamos zwei Gesichter: Überzeugend in Highlight-Spielen, enttäuschend gegen "Dorfklubs"

Dresden - In Sandhausen ließ sich Dynamo von einem abstiegsbedrohten "Dorfklub" vorführen, gegen den "großen" 1. FC Köln brannten die Schwarz-Gelben ein wahres Feuerwerk ab. Nun liegt es an Dresden-Coach Cristian Fiel, den Spannungsbogen im Team hochzuhalten.

Gemeinsam bezwangen die Dynamos die vermeintlich stärkeren Kölner mit 3:0. Dafür durfte zu Recht gejubelt werden.
Gemeinsam bezwangen die Dynamos die vermeintlich stärkeren Kölner mit 3:0. Dafür durfte zu Recht gejubelt werden.  © Lutz Hentschel

Nach einer der schlechtesten Saisonleistungen - und da gab es in dieser Spielzeit einige - folgte der bislang beste Auftritt. "Das war eine Wendung von 180 Grad", stellte Florian Ballas nach dem 3:0-Erfolg gegen Köln im Gegensatz zur 1:3-Niederlage in Sandhausen mit Freude fest. "Weil alle ihren Job erledigt haben. So stellen wir uns das vor."

Folglich bleibt die Frage offen: Warum nicht öfter so?

Das 1:8 aus dem Köln-Hinspiel mal ausgenommen, zeigten die Schwarz-Gelben in den Highlight-Spielen wie gegen den Hamburger SV oder Union Berlin stets eine gute Darbietung. Gegen Greuther Fürth oder den 1. FC Magdeburg konnten jeweils beide Duelle nicht gewonnen werden.

"Wir Fußballer müssen solche Leistungen eigentlich immer abrufen können, das muss gang und gäbe sein", trifft Baris Atik mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf. Wenn gegen den FC Ingolstadt am Freitag noch einmal so eine Arbeitsmoral gezeigt wird wie zuletzt, dann steht dem vorzeitigem Klassenerhalt nichts mehr im Wege.

Doch genau darin liegt das Problem!

Eine Woche zuvor schlichen die Schwarz-Gelben in Sandhausen mit hängenden Köpfen vom Platz. Die Anzeigetafel verriet es - 1:3 aus Dresdner Sicht!
Eine Woche zuvor schlichen die Schwarz-Gelben in Sandhausen mit hängenden Köpfen vom Platz. Die Anzeigetafel verriet es - 1:3 aus Dresdner Sicht!  © imago images/Steffen Kuttner

Der kommende Gegner aus der Audi-Stadt kann auf dem Papier nur noch ein Viertel des Marktwertes aufweisen als die vermeintlichen Stars aus Köln. Damit besteht die Gefahr, dass die Auswärtspartie bei den Schanzern in den Köpfen der Dynamos wahrscheinlich nicht mehr ganz so attraktiv ist. "Dagegen muss ich in jedem Training angehen", sieht SGD-Coach Fiel ein.

Mit den Codewörtern "vamos" und "gut, Junge" lobt und motiviert der 39-Jährige seine Spieler regelmäßig im Training. "Das ist kein Zaubertrick. Ich bin ein stinknormaler Trainer", beschrieb sich Fiel nach dem zuletzt eingefahrenen Sieg und erklärte: "Die Jungs haben alle Stolz und Ehre."

Bis zum Anstoß am Freitagabend (18.30 Uhr) gilt es also, die Konzentration oben zu behalten. "Ingolstadt wird eine ganz andere Aufgabe. Das muss jedem im Kopf klar sein", fordert der Spanier.

Und spätestens nach der Ausbootung von Moussa Koné ist klar: Wer nicht ordentlich mitzieht, kann zu Hause bleiben ...

Cristian Fiel
Cristian Fiel  © p.p./Sonntag

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