Patzer von Schubert: Dynamo verliert in Hamburg 0:1

Hamburg - Unverdient, wie im Hinspiel! Dynamo Dresden zeigte im Montagabendspiel beim Hamburger SV einen couragierten Auftritt. Doch wieder konnten sich die Schwarz-Gelben nicht belohnen, blieben beim erneuten 0:1 vor 46.924 Zuschauern - darunter geschätzte 8.000 Dynamos - ohne Punktgewinn. Lewis Holtby (84.) traf kurz vor Schluss.

Jede Menge los im HSV-Strafraum: Douglas Santos (l.) und Bakery Jatta klären gegen Linus Wahlqvist und Moussa Koné (r.).
Jede Menge los im HSV-Strafraum: Douglas Santos (l.) und Bakery Jatta klären gegen Linus Wahlqvist und Moussa Koné (r.).  © dpa/Christian Charisius

Chef-Coach Maik Walpurgis blieb aufgrund einer Bronchitis daheim, sein Assistent Ovid Hajou gab den Takt von der Trainerbank aus an. Auch Kapitän Marco Hartmann (muskuläre Probleme) blieb in Dresden, dafür feierte Winter-Neuzugang Dzenis Burnic sein Debüt gleich von Beginn an.

Mit einer Fünfer-Abwehr-Kette hielten die Schwarz-Gelben ihre Gegner fern, was weitestgehend auch gut funktionierte. Und wenn doch mal ein Ball durchschlüpfte, hielten die Dynamos wie im Fall von Brian Hamalainen (4.) den Fuß dazwischen, bevor es brenzlich wurde.

„Ein Feuerwerk abfackeln“, forderte Niklas Kreuzer am vergangenen Freitag auf der Pressekonferenz in Dresden. Der Gästeblock nahm diese Ansage wohl etwas zu wörtlich. An die 40 Pyro-Fackeln brannten nach fünf Minuten lichterloh.

SGD-Keeper Markus Schubert war nur selten gefragt. Einen Kopfball von Gideon Jung (9.) parierte der 20-Jährige zur Seite weg, den Schuss von Lewis Holtby (43.) fing „Schubi“ sicher. Einmal griff er aber daneben, weil Pierre-Michel Lasogga (22.) vorher den Kopf hinhielt. Glück für Dynamo: Der Ball sprang neben das leere Tor.

Sah zwar schön aus, wird aber wieder eine Stange Geld kosten. Im Dynamo-Block wurde jede Menge Pyrotechnik abgebrannt.
Sah zwar schön aus, wird aber wieder eine Stange Geld kosten. Im Dynamo-Block wurde jede Menge Pyrotechnik abgebrannt.  © dpa/Christian Charisius

Auch die Schwarz-Gelben kamen im ersten Durchgang zu Chancen.

Nach mehreren sogenannten „Kerzen“ im Hamburger Strafraum landete das Leder vor den Füßen von Jannis Nikolaou (15.), der den Ball in die Wolken drosch.

Das tat auch Sören Gonther (30.) bei seiner Aktion, als der Abwehrchef mal mit nach vorn geeilt war. Der ehemalige Paulianer hätte gern gegen den HSV getroffen, ist aber eben kein Stürmer!

In der zweiten Hälfte startete Moussa Koné (52.) schwungvoll. Der Senegalese sprintete seinem Gegenspieler davon, scheiterte aber aus spitzem Winkel an HSV-Torhüter Julian Pollersbeck.

Auf der Gegenseite köpfte Lasogga (55.) aufs Dresdner Gehäuse, Schubert hielt die Kugel nur wenige Zentimeter vor der Torlinie fest.

Auch, als die Gastgeber die Schlagzahl noch einmal erhöhten, hatte Gonther seine Defensive gut im Griff. Zweimal (67./68.) warf er sich selbst in den Schuss, alles was durchsickerte, parierte Schubert.

Und dann das!!! Slapstick kurz vor Schluss: Linus Wahlqvist wollte eine Flanke abfangen, spielte dabei Schubert mit einem Rückpass an, der unnötig unter Druck geriet. Holtby (84.) nutzte die Situation eiskalt aus und verwandelte zum 1:0-Sieg für die Hausherren.

Dynamo-Keeper Markus Schubert.
Dynamo-Keeper Markus Schubert.  © Imago
Die Dynamo-Fans wurden beim friedlichen Marsch zum Stadion von einem Großaufgebot der Polizei begleitet.
Die Dynamo-Fans wurden beim friedlichen Marsch zum Stadion von einem Großaufgebot der Polizei begleitet.  © dpa/Axel Heimken

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